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Gotha, den 4ten April 1874
Meine liebste Maria!
Ich weiß nicht ob ich meine Gedanken so viel werde sammeln können um Dir zu schreiben denn der Schmerz über den Verlust des gelieb= ten Vaters u. die seinem Tode vorangegan= genen schweren, angstvollen Tage ist noch gar zu groß in mir, noch will gar kein Bischen Ruhe in meinen [sic] Herzen einkehren. Noch war ich ja nicht ruhig geworden über den Verlust unserer lieben Ida, da trifft mich schon wieder dieser neue, harte Schlag. Es ist zu viel des Schmerzes in so kurzer Zeit, wo die Kraft mir herkommt daß alles zu er= tragen weiß ich selbst nicht. Wilhelm's Brief der Dir die traurige Nachricht bringt wirst Du wohl noch nicht erhalten haben, unendlich wehe ist es mir daß in so wei= ter Entfernung von uns diese Nachricht Dich treffen muß. Die gute Tante die Dir spä= ter noch geschrieben, wirst Du wohl Näheres über seine letzten Tage erfahren haben. So
