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Transcribe Page - Lina Hansen to Marie Taylor, March 13, 1871

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[page 6, left-hand side of sheet 4]

hier erholt zu haben aber dennoch ist sie sehr hinfällig u. wird ihr oft plötzlich so schwach. Ich bin sehr froh sie nä= her haben kennen zu lernen, sie hat ein gutes u. sehr tiefes Gemüth ist aber sehr stille u. ganz ungewandt im geselligen Verkehr was sich aber in der Zeit die sie bei uns ist schon geändert hat, oft war mir ihr Schweigen wenn jemand zu uns kam wirklich peinlich. Sie hat es, wie ich schon vetmuthet, nicht leicht mit August, wegen seiner großen Rücksichtslosigkeit, Er lässt sie oft stundenlang mit dem Essen war= ten u. kommt ebenso unregelmäßig des Abends zu Hause, gerade so wie er es mir gemacht hat, es ist das ein unglückseliger Fehler von ihm. Zu Pfing= sten hoffen wir sehr daß er kommen wird um sie abzuholen, Gewißheit haben wir noch nicht darü= ber. Ein Jahresgehalt von 1000 ist ihm endlich bewilligt worden worüber wir sehr glücklich sind. Ihr Haus wird jetzt gebaut, ganz nahe bei'm Stahlwerke, wenn der Sommer trocken wird hoffen sie es noch im Herbst zu beziehen wovon ich aber sehr abrathe da es gewiß noch zu feucht sein wird. Emma wird viel= leicht ohne die Kinder einige Wochen zu uns kom= men. Wagner will sie schicken damit sie sich bei uns erhole, mit allen Kindern ist die Reise gar zu kostspielig u. Wagner kann nicht abkommen,

[page 7, right-hand side of sheet 4]

ich hoffe daß sie Lina doch mitbringt. Wann u. ob Ida kommen wird weiß ich noch gar nicht, es sind nun auch bald 2 Jahre daß wir ihre Kinder nicht gesehen. Sie wohnen seit 14 Tagen in der [Böhm?]= [ten?]straße u. haben sich da, wie Ida schreibt sehr hübsch eingerichtet, ich denke daß die geräumige= re Wohnung u. der Garten sie dafür entschädi= gen wird daß sie in der engeren Straße wohnt. Unser Herzog ist noch immer gefährlich krank am Thiphus, er hat einen Rückfall gehabt, man sagt durch Diätfehler herbeigeführt. Der Friede ist nun gesichert wie Du durch die Zeitungen erfahren wirst, gestern Nachmittag ist Fürst Bismark von Frankfurt kommen [sic] hier durch passirt, der Wirth auf dem Bahnhof hat ihm eine Flasche Coburger Bier angeboten dieser angenommen u. sie auf das Wohl der treuen Stadt Gotha mit Behagen geleert hat u. zugleich gesagt daß er auch den Frieden mitbringe. Jedes Wort wel= ches der Fürst gesprochen hat der Wirth aufge= schrieben. Bei allem Frieden wird unsere Stadt noch immer durch Kriegessteuer in Form von Einquartirung heimgesucht. Seit Ausbruch des Krieges steht ein Ersatzbataillon in Gotha dessen Mannschaft alle 15 Tage umquartirt wird, auch uns


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