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Transcribe Page - Lina Hansen to Marie Taylor, August 29, 1870

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sam gegangen, nur Dein letzter kam nach 15 Tagen an. Wir haben wieder sehr aufregen= de u. schmerzliche Tage verlebt, aus den Zei= tungen die ich Dir geschickt wirst Du ge= sehen haben mit welchen ungeheuren Opfern die Deutschen bei Metz den Sieg erkauft ha= ben, wir danken Gott daß der Sieg auf unserer Seite war aber wir fühlen auch tie= fen Schmerz über den unbeschreiblichen Jam= mer der über zahllose Familien gekom= men u. über die tausende die an ihren Wun= den leiden. Es ist eine gar zu schwere Zeit, man fühlt einen fortwährenden Schmerz in der Seele u. was für Leiden wird die= ser unglückselige Krieg noch bringen u. wie viel Opfer noch fordern! Mit großer Sorge u. Spannung sehen wir den Ereignis= sen vor Paris entgegen. Man thut hier sehr viel um die Noth in den Lazarethen zu lindern, sehr bedeutende Geldsummen sind zusam= men gekommen für diesen Zweck u. auch große Sendungen von Erfrischungen für die entfernten Lazarethe sind von hier abgegangen. Ich habe vorige Woche auch 70 [?] Kirschen eingemacht u. sie in den Blechbüchsen die Du hier gelassen u. uns

[page 3, right-hand side of sheet 2]

[underline:] d. 30ten. [/underline]

geschickt hast, fortgeschickt, die Maschine zum Auskernen der Kirschen hat mir dabei sehr gute Dienste gethan. Der liebe Vater ist jetzt doch wieder viel ruhiger geworden worüber ich sehr froh bin, es war mir so ängstlich wenn ich sah wie er so oft gegen Thränen ankämpfte u. zuweilen in lautes Weinen ausbrach. Mich hat diese Zeit auch sehr angegriffen, der Sommer ist hin u. ich habe mich nicht im geringsten er= holt u. denke mit vieler Sorge an den nächsten Winter. Wir haben schon so sehr kaltes Wetter daß wir die vorige Woche wieder anfangen mussten zu heizen, dabei fortwährende Regengüsse. Heute ist ein Sturm der in den Gärten furcht= bare Verwüstungen anrichtet, das unrei= fe Obst massenhaft von den Bäumen schüttelt. Daß Du, liebe Marie, auch so über Deine Gesundheit klagst, macht mir viel Sorge u. thut mir so sehr leid, ich fürchte immer daß die starken Arzneien die Du zuweilen nimmst Dir mehr schaden wie nützen. Dann ist es auch wirklich sehr schlimm daß Du immer solche Noth mit den Dienstleuten


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