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sehr freundlich gegen Emma gewesen, sie wird es ja gewiß auch gut mit Lina meinen. Emma schrieb auch daß Lina ganz vergnügt geschrieben hätte. Von August höre ich gar zu wenig, das wird mir recht schwer, viel weniger wie den vorigen Win- ter. Endlich hat Doris einmal geschrieben aber ich habe auch nicht viel dadurch erfahren. August hat- te ich meiner Meinung nach recht reichlich zum Ge- burtstag beschenkt aber bis jetzt habe ich noch kein Wort darüber erfahren ob es ihm Freude ge- macht hat, das ist doch betrübt für mich, es wird mir so schrecklich schwer so eine Kiste zu packen u. es dazu zu beschaffen. Vor einigen Wochen hatte ich auch einmal einige [crossed out] freie [/crossed out] von Kopfweh freie Tage da bat ich mir Fanny Becker, Marie Stievers u. [?]chen Henneberg zum Kaffee, sie besuchen mich zuweilen u. da ich doch nie einen solchen Besuch erwidern kann, so wollte ich ihnen damit wenigstens zeigen, daß ich ihnen dankbar dafür bin. Es war mir recht angenehm mit ihnen einige Stunden zusammen zu sein, aber ich konn- te es doch nicht vertragen, das Sprechen wurde mir zu viel u. den andern Tag hatte ich wieder die heftigsten Kopfweh. Das ist eben so trau- rig für mich daß ich mir auf diese Weise mei-
