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ne Einsamkeit auch nicht etwas mindern kann. Wilhelm braucht seit einigen Monaten schwedische Heilgymnastik u. meint daß er sich seitdem schon sehr viel kräftiger befindet. Ein Schwede hat hier eine solche Anstalt errichtet, der Vater u. Wilhelm haben schon [?] [insertion] mir [/insertion] sehr zugeredet ich sollte es auch damit versuchen aber ich kann mich nicht dazu entschließen. Wenn ich gewiß wüsste daß ich Heilung meiner langjährigen Leiden finden könnte, so wollte ich wohl die gro- ße Plage die es mir jedenfalls bringt nicht scheuen, daß scheint mir aber sehr unsicher u. so will ich doch [insertion] ab [/insertion]warten wie die Erfolge dieser Kur sich hier herausstellen. Wilhelm erhofft dergl. immer mit ungeheurem Enthusiasmus, im vorigen Jahre hatte er Pillen von Berlin die ganz sicher für seine Beschwerden, haupt- sächlich Verdauungsbeschwerden helfen sollten u. die ich auch durchaus nehmen sollte, bei denen sich dann aber herausstellte daß sie sehr viel Mercur enthielten u. durch langen Gebrauch schädlich wür- den u. nun ist ist diese Kur wieder ein Uni- versalmittel. Sie besteht nehmlich darin daß 1 - 1/2 Stunde gewisse vorgeschriebene Bewegungen gemacht werden, diese sollen die Muskelkräfte
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wieder neu beleben, daß Blut in den feinen Gefäßen die sich gest[?] haben wieder in Zirkula- tion bringen u. die Nerven stärken. In Bre- men ist eine solche Anstalt schon seit längerer Zeit u. sollen dort außerordentliche Kuren gemacht worden sein. Fritz Hansen ist gar nicht damit zufrieden gewesen daß ihm der Storch nicht ein Brüderchen gebracht hat u. ebenso unzufrieden daß sie ihm den Storch nicht gezeigt haben, er ist ein sehr originel- ler Junge. Wir hatten auch sehr gewünscht daß es ein Junge sein möchte, Fritz ist der ein- zige Stammhalter. Daß Therese Hopf mit dem Doktor Zangenmeister, der an der Bibliothek angestellt ist, sich verlobt hat, habe ich Dir wohl noch nicht geschrieben. Die Tanzstunden wer- den gewiß ein großes Vergnügen für Lilian sein, ich freue mich so recht daß ihr einmal die Wohlthat wird mit andern Kindern zu- sammen sein zu können. Nun muß ich aber schließen, meine liebste Marie, die herzlichsten Grüße von mir u. dem lieben Vater an Euch alle u. für lieb Lilian einen Kuß. Möge Gott Euch behüten! Mit herzlicher Liebe Deine Mutter.
