• Contributor Login
  • Transcriber Login
  • Register as a Contributor
Menu
  • german heritage in letters logo
  • News
  • Share Your Letters
  • Help Transcribe
  • Explore Collections
  • Browse Letters
  • Search

Transcribe Page - Lina Hansen to Marie Taylor, February 8, 1870

Log in to Scripto | View item

http://germanletters.org/plugins/Dropbox/files/Taylor_0277_0004.jpg - image of

« previous page | next page » |

To rotate image, first hold down Alt and Shift keys, then drag with mouse or trackpad (Safari, Chrome & Edge only).

This item is editable!

Current Page Transcription

[page 6, left-hand side of sheet 4]

ne Einsamkeit auch nicht etwas mindern kann. Wilhelm braucht seit einigen Monaten schwedische Heilgymnastik u. meint daß er sich seitdem schon sehr viel kräftiger befindet. Ein Schwede hat hier eine solche Anstalt errichtet, der Vater u. Wilhelm haben schon [?] [insertion] mir [/insertion] sehr zugeredet ich sollte es auch damit versuchen aber ich kann mich nicht dazu entschließen. Wenn ich gewiß wüsste daß ich Heilung meiner langjährigen Leiden finden könnte, so wollte ich wohl die gro- ße Plage die es mir jedenfalls bringt nicht scheuen, daß scheint mir aber sehr unsicher u. so will ich doch [insertion] ab [/insertion]warten wie die Erfolge dieser Kur sich hier herausstellen. Wilhelm erhofft dergl. immer mit ungeheurem Enthusiasmus, im vorigen Jahre hatte er Pillen von Berlin die ganz sicher für seine Beschwerden, haupt- sächlich Verdauungsbeschwerden helfen sollten u. die ich auch durchaus nehmen sollte, bei denen sich dann aber herausstellte daß sie sehr viel Mercur enthielten u. durch langen Gebrauch schädlich wür- den u. nun ist ist diese Kur wieder ein Uni- versalmittel. Sie besteht nehmlich darin daß 1 - 1/2 Stunde gewisse vorgeschriebene Bewegungen gemacht werden, diese sollen die Muskelkräfte

[page 7, right-hand side of sheet 4]

wieder neu beleben, daß Blut in den feinen Gefäßen die sich gest[?] haben wieder in Zirkula- tion bringen u. die Nerven stärken. In Bre- men ist eine solche Anstalt schon seit längerer Zeit u. sollen dort außerordentliche Kuren gemacht worden sein. Fritz Hansen ist gar nicht damit zufrieden gewesen daß ihm der Storch nicht ein Brüderchen gebracht hat u. ebenso unzufrieden daß sie ihm den Storch nicht gezeigt haben, er ist ein sehr originel- ler Junge. Wir hatten auch sehr gewünscht daß es ein Junge sein möchte, Fritz ist der ein- zige Stammhalter. Daß Therese Hopf mit dem Doktor Zangenmeister, der an der Bibliothek angestellt ist, sich verlobt hat, habe ich Dir wohl noch nicht geschrieben. Die Tanzstunden wer- den gewiß ein großes Vergnügen für Lilian sein, ich freue mich so recht daß ihr einmal die Wohlthat wird mit andern Kindern zu- sammen sein zu können. Nun muß ich aber schließen, meine liebste Marie, die herzlichsten Grüße von mir u. dem lieben Vater an Euch alle u. für lieb Lilian einen Kuß. Möge Gott Euch behüten! Mit herzlicher Liebe Deine Mutter.


Comments on This Page

[edit] [history]

Transcribe What You See: As much as possible, transcribe the text as it appears on the page, including original spellings (even if they are incorrect/non-traditional) and keeping abbreviations as written. Insert a return at the end of each line as it appears on the page, and two returns for paragraphs. Transcribe the page in the order in which it was meant to be read: for example, marginal post scripts should be placed at the end of your transcription.

For more guidance, please visit our Scripto tips page.

Wunderbar Together logo
German Historical Institute logo

  • ©2021 German Historical Institute Washington DC. All rights reserved.
  • Privacy Policy
  • Impressum
  • Site by Artefacto