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Transcribe Page - Lina Hansen to Marie Taylor, February 8, 1870

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[page 2, left-hand side of sheet 2]

ist, Ruhe giebt es für mich nicht, so klein auch mein Haushalt ist, so werde ich doch nie fer- tig. Doch nun muß ich Dir doch erst mittheilen daß am Montag, d. 7ten Ida von einem Töchterchen glücklich entbunden worden ist, es war dies- mal die Entbindung nicht so schnell u. leicht wie bei den ersten Kindern, es ist aber auch ein größeres Kind wie jene waren. Ida geht es gut u. da sie nicht stillt, sondern das Kind so aufziehen will, so glaube ich sie wird sich bald erholen. Leider haben wir diese Woche gerade eine grimmige Kälte immer zwischen 13 u. 18° u. dabei können Fritz u. Emmi nicht zu uns kommen u. ich konnte auch erst einmal am Dienstag zu ihnen gehen u. hatte mich dabei so verdorben daß ich gestern den ganzen Tag die heftigsten Kopfweh hatte u. heute noch sehr angegrif- fen davon bin. Daß es mich sehr beunruhigt daß ich Ida gar keine Erleichterung verschaf- fen kann, kannst Du Dir wohl denken, sie ist ganz den Leuten überlassen. Die Wartfrau die sie hat soll ja gut sein, sie hat sie aber zum erstenmal u. ich kenne sie sonst nicht. Zu Buflebs bin ich nun auch seit Montag nicht

[page 3, right-hand side of sheet 2]

gekommen, es scheint nicht gut zu gehen bei dieser Kälte, er ist wieder so sehr unruhig ge- wesen u. gestern sehr schwach danach. Es ist ein trostloses Leiden, vor acht Tagen war er so schwach daß er nicht allein gehen konnte, dann bes- serte sich das etwas, er ging durch die Stube, aber die Tante musste dabei immer bereit sein ihn aufzufangen wenn er wankte, der Geist war viel freier dabei, diese Woche ist er aber wie- der ganz verwirrt. Herrn Rothstein hatte im Herbst auch der Schlag getroffen, er er- holte sich dann aber nach vielen Wochen so daß er sich wieder etwas beschäftigen konnte da kam vor 14 Tagen ein neuer Schlag dazu der tödtlich war, nur 1/4 Stunde hat er noch bewußtlos gelebt. Es ist ein sehr hartes Geschick für seine Fami- lie ihn zu verlieren, aber der Todt ist doch besser als ein solches Leiden wie es der arme Onkel hat so lange zu tragen. Die gute Tante trägt das Schicksal sehr standhaft, bei allem Leid im Her- zen ist sie doch immer dem Onkel gegenüber heiter u. erleichtert es ihm gewiß sehr dadurch, er fühlt es aber auch was er an ihr jetzt hat u. zeigt sich immer recht dankbar gegen sie. Dem lieben Vater geht es gut, [underlined] [?] [/underlined], viel besser wie die


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