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Transcribe Page - Lenchen Berdel to Eugen Klee, August 6, 1919

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Lenchen Berdel to Eugen Klee, August 6, 1919, p. 9 - image of

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[page 9]

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sind nicht zum Leben & nicht zum Sterben. Bei der allergrößten Sparsamkeit und Entsagung des Nötigsten, was zum Leben gehört, kostet es Unsummen, da alles fürchterlich teuer ist: Täglich sind Ausgaben da & täglich wird abgebröckelt an dem schwer Errungenen Bau, der mich so viele Arbeit & Mühen kostete. Ich trage sehr sehr schwer an diesen unglücklichen Verhältnissen. Alle Ideale des Lebens sind mir verloren gegangen bei dieser rauhen Wirklichkeit. Ich danke Gott, daß meiner Schwester dies alles erspart blieb, denn sie hätte nicht die nötige Energie besessen, allen Anforderungen die Stirn zu bieten. Sie erfuhr keine Kriegs= trennung, die Lebensmittelgeschäfte waren stets stark engagiert, unsere alte fleißige Mutter besorgt ihr noch den ganzen Haushalt.


[page 9] sind nicht zum Leben & nicht zum Sterben. Bei der allergrößten Sparsamkeit und Entsagung des Nötigsten, was zum Leben gehört, kostet es Unsummen, da alles fürchterlich teuer ist: Täglich sind Ausgaben da & täglich wird abgebröckelt an dem schon errungenen Bau, der mich so viele Arbeit & Mühen kostete. Ich trage sehr sehr schwer an diesen unglücklichen Verhältnissen. Alle Ideale des Lebens sind mir verloren gegangen bei dieser rauhen Wirklichkeit. Ich danke Gott, daß meiner Schwester dies alles erspart blieb, denn sie hätte nicht die nötige Energie besessen, allen Anforderungen die Stirn zu bieten. Sie erfuhr [underline:] keine [/underline] Kriegs- trennung, die Lebensmittelgeschäfte waren stets stark engagiert, unsere alte fleißige Mutter besorgt ihr noch den ganzen Haushalt. [end page]


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