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Transcribe Page - Lenchen Berdel to Eugen Klee, August 6, 1919

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Lenchen Berdel to Eugen Klee, August 6, 1919, p. 8 - image of

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[page 8:]

d. h. für horrende Preise wohl, dies ich mir aber nicht leisten kann. Denn seit 3 1/2 Jahren haben wir keinen Verdienst mehr. Die Waren wurden alle, einkaufen konnte man nicht mehr. Wucherpreise zu fordern widerstrebte mir, ich wollte ehrlich bleiben & die leidende Menschheit nicht übervorteilen. Wo in Geschäften die Männer daheim bleiben durften, wurde überall, ganz egal wie sie heißen, gewuchert. Diese wurden reich & können sorgenfrei leben, während die anderen, die halfen, das Vaterland schützen, arm wurden. Wir haben gearbeitet & gekämpft wie man das in Otterbg. muß, haben uns nie eine Erholung, ein Vergnügen gegönnt, Papa & ich. Es ist nur teure frz. Ware einzu- kaufen, die Kundschaft hält im Einkauf sehr zurück & die kargen Einnahmen


[page 8:] d. h. für horrende Preise wohl, die ich mir aber nicht leisten kann. Denn seit 3 1/2 Jahren haben wir [underline:] keinen Verdienst [/underline] mehr. Die Waren wurden alle, einkaufen konnte man nicht mehr. Wucherpreise zu fordern wiederstrebte mir, ich wollte ehrlich bleiben & die leidende Menschheit nicht übervorteilen. Wo in Geschäften die Männer daheim bleiben durften, wurde überall, ganz egal wie sie heißen, gewuchert. Diese wurden reich & können sorgenfrei leben, während die anderen, die halfen, das Vaterland schützen, arm wurden. Wir haben gearbeitet & gekämpft wie man das in Otterbg. muß, haben uns nie eine Erholung, ein Vergnügen gegeönnt, Papa & ich. Es ist nur [underline:] teuer [/underline] frz. Waren einzu- kaufen, die Kundschaft hält im Einkauf sehr zurück & die kargen Einnahmen


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