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Transcribe Page - Heinrich Haas to Eugen Klee, December 10, 1902

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[page 2:]

mein altes Übel, das mich mit unter furchtbar quält, zu Magenerweiterung oder Magenkrebs führt. Elisa besitzt ebenfalls einen schwäch- lichen Körper, der auf allem leicht zugäng- lich ist. Ich denke, daß doch die Nachteile der Ge- burt langsam und sicher ausheilen. Nur [underline:] ein [/underline] kerngesundes Wesen habe ich um mich, das ist unser kleines Elschen, ein herziges Ding. Dieses kleine Wesen verscheucht uns einiger- maßen die trüben sorgenschweren Gedanken. Eugen ist überglücklich mit dem lieben Schwester- chen und hält es manche Stunde in den Armen.

Von Otterberg haben wir schon lange keine Nachricht mehr erhalten. Die Tante schreibt so selten, nur habe ich letzthin auf der Kaisersmühle ge- hört, daß Mathilda an der Halsbräun er- kränkt sei, jedenfalls was die Krankheit [end page 2]

[page 3:]

leichter Natur, weil die Tante nicht geschrieben hat. Am 6. vorigen Monat hat sich mein Schwager Joh. Bauer in Saarbrücken, der Ehemann von Ännchen, in einem Anfall von Trübsinn in einem Park bei Saarbrücken erschossen. Falsche Häuserspekulation trieb den immer so lebensfrohen Mann in den Tod. Er hat nämlich voriges Jahr in Allgringen, einem bedeutenden Fabrikort an der luxemburgischen Grenze, ein Haus um 45000 Mark erbaut. Infolge das diesjährigen schlechten Geschäftsganges hätte er bei der Veräußerung des Hauses einen Verlust erlitten. Diese falsche Spekulation machte ihn schwermütig. Ännchen steht jetzt allein, die Ehe ist kinderlos. Furchtbar haben auch meine alten Schwiegereltern unter diesen schweren

[end page 3]


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