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Transcribe Page - Caroline Emmel to Karl Emmel, July 30, 1945

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Caroline Emmel to Karl Emmel, July 30, 1945, p. 4 - image of

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beschützte uns, als es etwas ruhiger war u. wir Brand rochen gingen zuerst die Männer [insertion:] hinaus [/insertion] im Hause lag wieder alles durcheinander Türen u. Fenster die Schornsteine waren herunter gestürzt überall lagen Brandbomben welche noch nicht explodiert waren, der ganze Ring brante [sic], dabei ging ein starker Wind. Unser Vater ging in die Wohnung u. zog sich zuerst einmal an. Ich guckte auch einmal in die Wohnung u. nahm dann mein Gepäck u. lief wieder in den Luftschutzkeller der Gew. sch. Hier blieb ich dann bis zum nächsten Morgen. In der Nacht kam noch Johanna von Finks mit einem andern Mädchen durch die brennende Stadt gelaufen u. wollte sehen ob wir lebten. Das ist in so Momenten jedem die Hauptsache. Die Bleichstraße ist sehr beschädigt Der Ring von der Frankenstr bis Rheinstraße hüben u. drüben alles Trümmer herauf bis zum Bahnhof auch wieder. Der alte Rau besaß 2 Häuser in der Hell= mutstr u. eines in der Bleichstr. 2 sind total 1 kann man noch zurecht machen, die Werkstatt steht noch. Wilhelmstr. Taunusstr. mit Kurhaus u. Theater das Villen= viertel [insertion:] sind vernichtet [/insertion] die Kirchen stehen merkwürdigerweise noch alle doch einige sind be= schädigt u. Gemeindehaus steht auch noch. Aber viele Schulen sind Trümmerhaufen auch die Luisenstraßschule wo Ihr hinginget. Am Tag sah man erst die Zer= störung. Es gab eine Woche kein Wasser einige Zeit kein Licht wir holten Faulbrunnenwasser zum Kochen. Jetzt folgten noch öfter Angriffe es zogen aber auch Tausende über uns hin ins Land. Wir waren so verzagt denn Tag u. Nacht war keine Ruhe. Wir brachten unser Schlafzimmer mit Bett= werk nach Nordenstadt um wenigstens etwas zu retten. Als der Feind immer näher kam u. es hieß die Stadt sollte verteidigt werden da war ich richtig fertig denn die Beschießung dachte ich mir furchtbar, ich war zuletzt noch in Nordenstadt habe auch dort die Beschießung überlebt denn dort ist nicht sehr viel geschehen. Die Amerikaner kamen dann über den Rhein u. Main unsere Truppen zogen sich zurück oder gingen in die Gefangenschaft Unsere sprengten die ganzen Rheinbrücken 3 allein bei Mainz, ver= sengten [sic] alle Schiffe in den Rhein [illegible, text cut off]


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