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Transcribe Page - Caroline Emmel to Karl Emmel, July 30, 1945

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Caroline Emmel to Karl Emmel, July 30, 1945, p. 3 - image of

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3)

Auch die andern Müllershäuser [insertion:] sind schwer beschädigt [/insertion], Killianshaus war schon einige Wochen vorher von einer Bombe schwer getroffen worden. Bei unserem Haus steht nur die vordere Fassade. Wie furchtbar gerade mir das war kann ich Euch garnicht schildern. Es war am 12 Oktober. Der liebe Gott hat es geschickt, Er wird auch weiter helfen. Er will uns zeigen was alles irdische Hab u. Gut [insertion:] ist [/insertion] u. daß man sich nie darauf verlassen soll. Von da ab kam es immer schlimmer wir wagten uns Nachts nicht mehr ins Bett sondern zogen längere Zeit Nachts in den öffentlichen Luftschutzkellern herum bis Finks Johanna anboten in ihrem Keller zu schlafen. Die Keller in der Kirchgasse waren ganz in der Erde. Von da an blieb Johanna Nachts dort u. richtete sich mit den andern Hausbewohner mit etwas Bettzeug in den Schuhrealen [sic] zum schlafen ein, sie ist ein halbes Jahr hingegangen. Bei uns waren unterdessen eines Sonntagabends auch wieder Bomben gefallen welche die Blücherstraße auch Pfarrers Haus auf dem Blücherplatz trafen, da wurden auch an unserer Wohnung Türen u. u. Fenster herausgeschlagen, unser Vater hatte in der Zeit auch noch eine Venenentzündung da haben wir bei Wißmers 5 Wochen Nachts im Keller geschlafen, bis er wieder unsere Wohnung in Stand setzen konnte. Von da an bin ich Morgens früher aufgestanden habe ganz frühe etwas gekocht u. wenn dann Allarm kam bin ich in die Gewerbeschule gelaufen u. habe dort Schutz gesucht. Kleider u. Wäsche hatten wir nach Ennerich gebracht es ist auch jetzt noch dort. Der Onkel dort ist auch gestorben, Willy war nicht im Krieg Ella hatte sich verheiratet, ihr Mann ist in Rußland vermißt. Bis zum 2 Februar war Wiesbaden gegen andere Städte noch ziemlich im Stand. Diesen Abend war alles ruhig wir gingen um 1/2 11 Uhr zu Bett als das Radio unser Gebiet als feindfrei gemeldet hatte. Um 3/4 11 gab es Vorallarm Ich stand sofort auf u. zog mich an als bald Hauptallarm [insertion:] kam [/insertion] war ich schon im Keller u. nach 11 Uhr ging es dann los 3/4 Stunde, es krachte u. die Erde bebte Die schweren Türen am Keller wurden heraus gerissen u. wir erwarteten alle Augenblicke den Einsturz des Hauses. Unser Vater war im Bett geblieben [illegible, text cut off]


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