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Transcribe Page - Caroline Emmel to Karl Emmel, July 30, 1945

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Caroline Emmel to Karl Emmel, July 30, 1945, p. 2 - image of

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2)

Die ersten Jahre des Krieges gingen an uns ziemlich gut vorbei, auch wurde Wiesbaden sichtlich verschont von den Fliegern bis letzten Herbst. Eines Abends war Allarm [sic] der zog sich hin bis nach 3 Uhr Nachts da wurde Signal gegeben daß keine Flieger mehr in unserem Gebiet seien u. wir gingen zu Bett u. auf einmal wurde es taghell u. es flog etwas über uns mit furchtbarem Lärm u. auf einmal krachte es zwei dreimal, wir stürzten alle halb nackt in den Keller u. das wiederholte sich noch ein paar mal, das war der Anfang von der Zerstörung, vorher waren nur einzelne Bomben hier gefallen. Dieses waren Minen manche sagen es sei unsere V. 1 ge= wesen die wir gegen England gebraucht hätten. Die Zerstörung war furchtbar. Von dem Zeitpunkt an hatte eine furchtbare Angst die ganze Bevölkerung ergriffen. Von da ab suchten wir Nachts überall Schutz, denn unser Keller ist fast ganz aus der Erde, u. unsere blöde Stadt= verwaltung hatte für garnichts gesorgt andere Städte hatten Bunker, wir hatten Wasserbassins auf allen freien Plätzen diese haben uns garnichts genutzt. In den Schulen waren die Keller als Luftschutz eingerichtet. Wir liefen hauptsächlich mit andern Hausbewohner nach der Gewerbe= schule in der Wellritzstr. sie hatte einen Eingang von der Herrmanstr. Das war 5 Minuten von uns, ich denke ich bin hunderte mal dorthin gelaufen. Auch waren im letzten halben Jahr Stollen in die Berge getrieben worden. Wir waren auch Nachts als auf dem Riederberg im Stollen natürlich Alles halbfertig u. von Tausenden überfüllt. Eines Abends waren wir auch dort als Allarm [sic] kam, u. wir merkten auch daß etwas passierte nach einiger Zeit kamen eine Anzahl Leute gestürzt u. diese sagten in der Dotzheimer= straße sei[insertion:]en[/insertion] wieder Minen niedergegangen der Zimmermannstraße gegenüber andere sagten N. 40 u. alles nebenan, da wußten wir daß auch unser Haus getroffen worden war, um halb drei Uhr gingen wir hinaus es war alles ruhig nur roch es nach Brand, wir gingen von da ab nur halb ausgezogen [illegible, text cut off] Morgen liefen ich u. Johanna einmal hin nachsehen [illegible, text cut off]


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