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Transcribe Page - Caroline Emmel and Wilhelm Emmel to Karl Emmel, March 13, 1939

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Caroline and Wilhelm Emmel to Karl Emmel, March 13, 1939, p. 2 - image of

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Kirche gehen. Er will auch nichts mehr von dem alten Testament wissen u. sagt öffentlich, wenn der Pfr. Bibelstunde hält, er solle sich in acht nehmen daß ihn nicht einmal einer anzeige. Er der Paul hat sich ans trinken getan u. sitzt ganze halbe Nächte im Wirtshaus bei seinen Kumpanen, was davon das Ende ist kann man sich denken. Seid [sic] Hr Müller tot ist sieht man von den Schwiegersöhnen außer dem Wißner nicht mehr viel in der Kirche, da sind soviel Abhaltungen daß jeden Sonntag was anderes ist. H. Müller ahnte auch daß das Geschäftliche bei ihnen alles überwuchern würde, er ermahnte sie auch oft. Frau Müller liegt sehr schwer danieder u. ihr Ende ist auch immer noch nicht da, doch sehr lange hofft man nicht mehr daß es sich hinzieht. So ist hinter allem Glanz nach außen nach innen allerlei was nicht gut ist. Die Judengeschäfte hier sind jetzt alle in andere Hände übergegangen, meistens [insertion:] an [/insertion] Parteimitglieder übergegangen. Die ersten Juden, die fortgingen denke ich haben besser abgeschnitten als die jetzt noch fort sollen. Erstere durften doch immer noch Waren mit nehmen. Wir schickten Dir in der Tüte 2 Karten von Deutschland u. Groß - Wiesbaden u. eine Serie Ansichten von Wiesbaden als wir sie einpackten lag eine Freikirche [insertion:] da [/insertion], da war in einem Artikel von den Juden geschrieben, diese legten wir bei, ob nun hier schon die Freikirche herausgenommen wurde u. auch die Ansichten man denkt es als einmal. Dein Brief zu Vaters Geburtstag war auch auf als ich ihn öffnen wollte löste er sich in der Länge auf, er war wie es schien aufgeschnitten u. mit Leim wieder etwas verklebt worden. Wir haben eine Regierung diese ist so vielseitig daß man staunt. Alles was früher war muß ganz umgestaltet werden, eben sind sie an den kleinen Betrieben, hier werden 31 Bäckereien geschlossen, alle Handwerker welche nicht mehrere Leute beschäftigen, u. alle kleinen Schneidereien müssen zumachen. Leute welche keine Steuern bezahlen kann das dritte Reich nicht brauchen. Das gibt alles viel Verwirrung unter den Leuten. [Jedem?] Betrieb wird alles vorgeschrieben wie er alles zu führen hat, jetzt sollen [illegible, text cut off]


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