• Contributor Login
  • Transcriber Login
  • Register as a Contributor
Menu
  • german heritage in letters logo
  • News
  • Share Your Letters
  • Help Transcribe
  • Explore Collections
  • Browse Letters
  • Search

Transcribe Page - Caroline Emmel and Wilhelm Emmel to Karl Emmel, December 8, 1938

Log in to Scripto | View item

Caroline and Wilhelm Emmel to Karl Emmel, December 8, 1938, p. 4 - image of

« previous page | next page » |

To rotate image, first hold down Alt and Shift keys, then drag with mouse or trackpad (Safari, Chrome & Edge only).

This item is editable!

Current Page Transcription


dafür aufkommen, so lange sein Vater seine Ansprüche hoch hält. Ein Jeder der in Verhältnisse schaut sagt: Mir tun blos die Jungen leid. Daß Euer kleine Paul so munter [insertion:] ist [/insertion], das freut [insertion:] mich [/insertion] nach Deinem Mit= geteilten nehme ich an, daß er nicht aus der Art schlägt. Was hat der Opa von [insertion:] an [/insertion] Pauls [Däte?] alles erlebt was er gelitten, gestöhnt, geseufzt, gejammert, ermahnt, geredet, gesprochen, geschwäzt [sic], belehrt, wie oft war Karl verkehrt. Wie oft nahm ich Zuflucht nach Stecken u Stab um das Gleichgewicht wieder herzustellen. Daß meine grenzen= lose Geduld nicht öfter außer Takt kam, bewundere ich heute noch. Bei Paul ist dies aber nicht bösartig er ist doch noch so klein u unver= ständig u hoffe daß Du doch nicht vergißt bei seiner Erziehung u nach dem Riemen greifst. Daß Du jetzt auf dem besten Wege bist, ihm immer ein gutes Vorbild zu geben macht mir vielen Spaß. Im Alter kommt gewöhnlich der Verstand, wohl dem der es erlebt. Das [sic] Du nicht [insertion:] rauchst [/insertion] mehrere Monate lang rauchst hat bei mir eine große Bewunderung hervor gebracht. War es höchste Not? Rate Dir, behalte das bei u mach eine Tugend daraus, ist viel besser für Dich. Unsere Advents=Abendgottesdienste würden leider sehr schlecht besucht die 75 jährigen u drüber können Abends schlecht hinaus. Die Jüngeren wie Fink u Co. haben keine Zeit, Geschäft ist die Hauptsache. Trotz dem Geschäftsführer der am 1. 12 in Frankfurt eingetretten [sic], ist Albert [stettig?] in Frankfurt. Gewöhnlich Nachts um 1 Uhr kommt er heim, früh 8 Uhr gehts fort. Das hatte er sich auch anders vorgestellt, so ist es aber, wenn der Mensch nicht genug hat. Die Juden sind wir los, u diese Nimmersatten machen es nicht besser. Lieber Karl so wünsche ich Dir u. den lieben Deinen recht gesegnete Weihnachten u bei guter Gesundheit eine frohen Jahres= wechsel [?], die besten Grüße zum neuen Jahr sendet Euch


Comments on This Page

[edit] [history]

Transcribe What You See: As much as possible, transcribe the text as it appears on the page, including original spellings (even if they are incorrect/non-traditional) and keeping abbreviations as written. Insert a return at the end of each line as it appears on the page, and two returns for paragraphs. Transcribe the page in the order in which it was meant to be read: for example, marginal post scripts should be placed at the end of your transcription.

For more guidance, please visit our Scripto tips page.

Wunderbar Together logo
German Historical Institute logo

  • ©2021 German Historical Institute Washington DC. All rights reserved.
  • Privacy Policy
  • Impressum
  • Site by Artefacto