Caroline and Wilhelm Emmel to Karl Emmel, December 8, 1938, p. 2 - image of
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Dir zugeschickt wurde hat [insertion:] es [/insertion] folgende Bewandniß. Johanna sag [crease in paper]
Wie ich Johanna Ende Sept in Frankfurt war, sagte Karl Martin
er hätte von Nürnberg eine Zeitung erhalten, da dieselbe vor [sic] ihn
wertlos sei, hätte er diese gar nicht aufgemacht, sondern an
Dich weiter gegeben. Ungelesen hast Du diese ins Feuer geworfen
auch ohne erst Festzustellen [sic], wo der Karnickel sitzt, der Dich
überzeugen wollte, ich glaube da hast Du einen Fehler begangen.
gemacht. Ich sagte gleich das war der Karl von Frankfurt
ich hab mal gut gelacht, u. Johanna bestätigte meine Ahnung als
diese Abends heim kam. Weiter kann ich Dir verraten, daß
es uns z. Zt. noch gut geht, unsere Zinsen fallen ganz pünktlich
auf den Tag. Jedes viertel Jahr zahle ich an Vermögenssteuer
43,45 Mk. Dieser Monat reicht nicht aus. Wir haben noch genug
auf der Sparkasse um dieses auszugleichen. Von dem Kapital
brauchen wir auch, da in den monatlichen Zinsen 1% Tilgung steckt
u. diese mit aufgebraucht werden. Voraussichtlich wird das Kapital
am 1 Juli [insertion:] 39 [/insertion] fällig, dann läuft der Zahlungsaufschub ab, von allen
Hypotehk [sic] gelder. 18 Mk zahle ich Einkommensteuer ein jedes 1/4 Jahr
Diese war 29 Mk wurde auf 18 ermäßigt, dieser Monat ist
dann günstiger. Ein Monat im 1/4 Jahr ist frei, das heißt da
brauchen wir keine Steuern zu zahlen u. können über das
Geld verfügen. Ersparnisse werden keine gemacht im Gegenteil
das Kapital wird langsam weniger, wir brauchen aber zirka
600 Mk das Jahr mehr als wir Zinsen erhalten. Lieber Karl
Du brauchst Dich nicht um uns zu sorgen, auch nichts zu schicken,
vorläufig haben wir genug u. wollen dankbar sein, daß es
