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Transcribe Page - Caroline Emmel and Wilhelm Emmel to Karl Emmel, November 3, 1938

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Caroline and Wilhelm Emmel to Karl Emmel, November 3, 1938, p. 6 - image of

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sehr stark. Die Sterbekasse unserer Synode ist auch kassiert worden, es waren 11000 Mark da, dieses nimmt eine Staatsversicherung. So geht der Kirche alles verloren. Wenn einmal alle Juden entfernt sind dann kommen die Kirchen daran. Von Geschäften gibt es nur noch einige welche Juden gehören. Die Ärzte haben auch seit 1 Oktober ihre Praxis einstellen müssen. Wer hätte so etwas for [sic] 30 Jahren geträumt? Gestern hatten wir Reformationsfest. Pfr. Eickheimer predigte sehr schön, daß der liebe Gott die Kirche Gottes doch er= hält, trotz allem Toben ihrer Feinde. Ich denke es hat noch niemand geschrieben davon? wir sollen unsere 600 Mark von Nordenstadt ja haben die 4300 Mark sollen ja jetzt verteilt werden wie wir durch die Entschuldungsstelle hörten, wenn wir es haben so lassen wir es Dich wissen. Vater hat sich ja vor Wochen mit seinem Bruder versöhnt, wir waren noch nicht dort, werden auch noch nicht hingehen, so bleibt man am einigsten. Vor 3 Wochen hatten wir Missionsfest, da war Wilhelm mit seinem s einen Sohn hier bei uns zum Essen, sie müssen sich viel gefallen lassen von den Alten. Pfr. Eickmeier bedauert die Jungen auch sehr, aber die Alten haben immer recht u. er kann auch nichts mit ihnen ausrichten. H. Lemp ist immernoch [sic] Vorsteher als nun Vater u. sein Bruder beim Pfr. waren, hat H. Lemp ihm einmal gehörig seine Meinung gesagt, was sich für einen Christen gehöre auch im Irdischen daß er auch niemand um sein Geld bringen dürfe u. s. w. da ging dem sein großes Maul zu u. er gab bei. Wilhelm sieht sehr schlecht aus u. ist sehr nervös. Sein einer Junge ist auch nicht ganz richtig, da hat er u. seine Frau auch ihre Sorgen. Der andere Junge ist sehr verständig er kommt schon allein in die Stadt in den Religionsunterricht. Ich freue mich, wenn ich höre daß die [insertion:] wenn [/insertion] Kinder gesund sind, man sieht es auch auf den Bildern daß sie tüchtig wachsen. Der liebe Gott wolle sie u. auch Euch gesund erhalten u. sorge Du lieber Karl dafür daß die Lunge gut ausheilt, dafür ist frische Luft sehr gut. Mein Vater hatte sehr oft Lungenentzündung u. er be= hielt immer einen Husten, welcher im [sic] viel zuschaffen [sic] machte. Vater läßt Dich auch vielmals grüßen u. auch Margie u. die Kinder. Hoffentlich geht alles [illegible, text cut off] Viele Grüße an alle


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