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Transcribe Page - Caroline Emmel to Karl Emmel, September 23, 1938

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Caroline Emmel to Karl Emmel, September 23, 1938, p. 3 - image of

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3)

Sie hätten doch genug an den andern Geschäften hier 2 u. in Darmstadt 2 das meint man sollte genug sein, aber der Mensch ist nie zufrieden. Sie haben wohl große Einnahmen aber sonst ist auch nicht alles Gold was glänzt. Johanna macht ja die Arbeit aber der viele Durcheinander gefällt ihr nicht immer Leute welche mittessen [sic] u. wenn es nur Kaffeetrinken ist. Gestern Mittag kam sie heim u. wollte ihr Haar machen gehen um 4 Uhr vorbei, ich ging dann mit ihr später wieder mit ihr zurück da sagte sie noch heute Abend koche ich nicht viel wir essen dann einmal die Reste u. als sie hinkam hatte der Paul Schmidt gerade bei ihnen Kaffee getrunken u. der Dillmann kam von Frankfurt mit einem Riesenhunger an u. so geht es immerfort wenn der eine fort ist kommt der andere. Vielleicht findet sich auch einmal etwas anderes [insertion:] für Johanna [/insertion]. Die Arbeit ist ja vielleicht nicht so anstrengend wie in einer Fabrik aber das Vielerlei im Haushalt will all bedacht sein, da die Frau Fink sich um garnichts kümmert noch nicht was gekocht werden soll. Du lieber Karl fragst ob ich hier mehr Arbeit habe als in Appleton, nein das kann ich nicht sagen. Doch suche ich mich immer zubeschäftigen [sic]. Vater hat auch seine Zeit Hausarbeit aber immer macht er mir es noch nicht gut genug dann tue ich es als lieber selbst. Zum Briefeschreiben halte ich ihn immer an damit er es nicht ver= lernt. Wir haben hier sehr hohe Fenster diese putzt er, schält Kartoffel wascht [sic] auch als Geschirr klopft Teppiche. Ich wasche alle 4 Wochen in der Waschküche u. alle 14 Tage das Kleine in der Küche. Ich wasche Johannas Wäsche u. Kleider selbst. Hier wird alles noch mit der Hand gewaschen. Das ist das einzige was mir nicht so leicht fällt. Sonst gefällt es mir hier in Wiesbaden gut u. wenn Ihr Alle jeden Monat nur einmal mit der Car gefahren kommen könntet so bliebe mir nichts zuwünschen [sic] übrig. Wie aber sonst alles wird muß die Zeit lehren. Die politischen Verhältnisse sind nicht gut. Es wird gerüstet u. wenn irgend etwas ausbricht ist Vater auch noch Soldat bis 63. u. bis 70 kann er auch noch zur Arbeit heran gezogen werden. Alle Arbeitslosen wurden nach Westen transportiert. Dort werden die Befestigungen mit großer Macht durchgeführt. Wir staunen oft was in den letzte Jahren hier geleistet worden ist an Aufrüstung. Du lieber Karl


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