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Transcribe Page - Caroline Emmel to Karl Emmel, September 23, 1938

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Caroline Emmel to Karl Emmel, September 23, 1938, p. 2 - image of

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2)

Dieses gibt das neue Arbeitsamt, das Alte war doch vorn an der Dotzheimer= straße. Die Stadt baut immer noch Siedlungen, an der Waldstraße entstehen ganze Straßen 2 bis 3 stöckige Häuser. Diese sind ja bald gleich alle bewohnt, doch werden sie auch nicht sehr gut gehalten, die Stadt macht auch an Verschönerungen nicht mehr als nur gerade das Notwendigste. Die Häuser mit kleinen Wohnungen rentieren sich am besten, das sieht man an dem Kirchenhaus in der Kiedricherstr. in einem Stock 3 x 2 Zimmerwohnungen. Der Kirchsaal unserer Gemeinde ist sehr schön geworden damals hat die Gemeinde für 18000 Mark umgebaut. Jetzt sind noch 6000 Mark darauf zubezahlen [sic]. H. Lemp verwaltet schon mehrere Jahre das Haus, das Treppenhaus u. alles ist sehr schön in Ordnung u. er sagte uns er führte fast jeden Monat 100 Mark ab in die Kirchenkasse. Das ist ja sehr gut für die Gemeinde. Am letzten Sonntag war Karl Martin von Frankfurt hier u. hat sich die Orgel in unserer Kirche besehen, da Frankfurt sich auch gerne eine leisten möchte u. von hier aus fuhr er dann Abends gleich weiter nach Köln dort wollte er am Montag die Messe besuchen. Karl hat eine der ersten Stellen im Geschäft. Er reist eben viel an allen Konfe= renzen nimmt er teil. Ich denke daß er auch ganz schön bezahlt wird. Er lud uns ein zu ihrem Missionsfest am nächsten Sonntag. Johanna wollte hin aber heute Morgen klagte sie über Halsweh, dieses hängt zusammen mit der Grippe welche überall auftritt. Albert Fink liegt schon über eine Woche im Bett u. der Arzt kam als 2 mal am Tag um ihm die Mandeln ab= zusaugen, damit das Gift was sich dort ansammelt nicht in die Nieren geht. Albert ist sehr leident [sic] er hat auch sehr schlechte Nieren u. einen Magen der nur Delikatessen verträgt. Der Albert ist geschäftlich so überlastet weil keiner seiner Schwager ihm viel abnehmen kann. Jetzt kämpft er schon wochenlang in Frankfurt um ein jüdisches Geschäft. Es soll eines der ersten Geschäfte in Frankfurt sein. Jetzt ist nun bald alles soweit daß es dann übergeht u. von ihnen eröffnet werden soll u. da liegt der Inhaber nun [line illegible]


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