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Transcribe Page - Caroline Emmel to Karl Emmel, September 23, 1938

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Caroline Emmel to Karl Emmel, September 23, 1938, p. 4 - image of

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4)

bebaut worden ist mit Kasernen Häuser zum bewohnen für die Verheirateten u. Garagen das ist alles nur sehr gut. Die alten Kasernen sind alle neu gestrichen mit Ölfarbe nach der Straße zu alles Gras u. auch Blumen. Da wird nicht ge= spart man fragt sich oft wo das Geld nur alles herkommt. Gestern Abend hatten wir Verdunkelung es war aber nur ein Teil der Straßen. Nach vorn haben wir Rolläden, wenn diese herabgelassen sind ist es gut. Nach hinten an Johannas zimmer u. der Küche haben wir Quilten davor gehängt u. die Lampen noch extra verdunkelt. Ob wir das nun im Ernstfalle wohl auch noch alles machen könnten bezweifle ich. Dafor [sic] wolle uns der liebe Gott behüten, überhaupt was wollten wir anfangen wenn wir nicht wüßten daß unser Leben und Sterben in Gottes Hand stände u. auf wen unser Vertrauen u. Hoffnung setzen? Was ist alles jetzt so unsicher, wenn es mobil ist so bist Du über nichts mehr Herr. Vater sagte dieser Tage noch, dann könnten uns unsere Kohlen welche wir uns für den Winter eingekellert haben aus dem Keller geholt werden. Männer welche Autos besitzen würden eingezogen. Die großen Omnibusse wurden z. Teil auch eingezogen. In Frankfurt an der großen Markthalle ständen schon 6 Wochen ungefähr 1600 Lastautos mit Anhänger. Im Jahre 14 war vorher noch nicht alles so bekannt wie jetzt. Jetzt hat jeder militärpflichtige schon seinen Gestellungsbefehl im voraus. Wir wollen beten daß alles noch einmal gnädig vorbei gehen möchte. In Frankfurt sind schön wochenlang alle Schulen geschlossen dort ist die Kinderlähmung. Es seien schon viele gestorben, dieser Tage ein Mädchen von 10 Jahren. Was es nur alles für Krankheit gibt wovon man früher nichts wußte. Margie danke ich auch für die Haarnetze, ich habe vorläufig einmal genug. Ich freute mich daß es bei den Kindern kein Keuchhusten war Jetzt ist auch der schöne Sommer schon bald vorbei u. die Kinder müssen dann auch wieder mehr im Haus bleiben, was wird ihnen das auch so schwer werden. Vor 3 Wochen hatten wir auch Besuch von Waschington [sic]. Mr u. Mrs Schaub lernten wir voriges Jahr bei Julius Trebus kennen. Es sind Wetzlarer welche dort zu Besuch waren, hier in diesen Tagen gehen sie auch wieder fort. Mr. Schaub mietete sich in Frankfurt ein Car u. besuchte Trebuse als sie hörten wir wohnten auch hier besuchten sie uns dann auch. So Ihr Lieben nun muß ich schließen seid alle Gott befohlen, er sei immer bei Euch dort u. auch hier bei [line illegible]


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