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Transcribe Page - Caroline Emmel and Wilhelm Emmel to Karl Emmel, March 8, 1938

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Caroline and Wilhelm Emmel to Karl Emmel, March 8, 1938, p. 3 - image of

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Da in letzter Zeit zirka 2 Morgen an den Reichsflughafen (früher Rennbahn Erbenheim) übergingen, erhalten die Gläubiger nur den zustehenden Teil von den 2 Morgen das ist ungefähr 450 Mk. Das andere bekommt er ausbezahlt wobei er noch sehr gut abschneidet mit zirka 4000 Mk. Das Reich zahlt für den Morgen 2400 Mk. Unsere Forderung beträgt 600 Mk. u 30 Mk ist unser zustehendes Teil, auf die Mark kommen 50 Pfg. Wie Lehnchen [sic] schrieb hat er ja auch jetzt denselben geschrieben u seine Entschuldung diesen mitgeteilt. Ganz sicher wird er sich über uns gehörig beklagt haben u. sich u die Mutter als Lämmer aufgespielt haben. Wenn wir auch nach Wiesb. kommen wird unsre Freundschaft kühl bleiben so lange er u Mutter die Beleidigten sind. Schulden machen u die Leute nachher drum bringen ist auch heute vor ihnen keine Schande u hat nicht nötig die Augen nieder zu schlagen. Wir haben die Sache schwarz auf weiß, daß er uns betrogen hat. Noch besser abschneiden wollte [insertion:] er [/insertion] durch den Zwangsvergleich, wie es eigentlich geschah. Nach dem Tilgungsplan von 51 Jahren sind die 8 1/2 Tausend gek Mk bis zu 20 - 22 Tausend Mk aufgelaufen. Das störte ihn aber nicht, weil er weiß, daß er die 51 Jahre nicht mehr zahlt, u was nach seinem Tode wird brauch [sic] er sich keine Gedanken zu machen. Seine Kinder u Enkel mögen sehen u. tun was er versäumte u erben somit trübe Erinnerungen u sonst nicht. Jetzt will ich schließen da die Mutter die auf der nächsten Seite sich mit Euch unterhalten will u grüße für heute Euch alle recht herzlich auf Wiedersehen Euer Pa.

[text in Caroline Emmel's handwriting:] [?] Hanjuste Goth war soeben hier sie läßt Dich u. Deine Familie auch recht herzlich grüßen [/text in Caroline Emmel's handwriting]


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