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Transcribe Page - Caroline Emmel and Wilhelm Emmel to Karl Emmel, March 8, 1938

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Caroline and Wilhelm Emmel to Karl Emmel, March 8, 1938, p. 4 - image of

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Da mir der Vater noch diese Seite freigelassen hat will ich dann auch noch etwas von mir hören lassen. Viele Neuigkeiten habe ich ja auch nicht mehr zu berichten. Ich bin auch noch gesund u. beschäftige mich als etwas im Haushalt. Gestern hatten wir große Wäsche u. morgen bügeln wir. Johanna war zwei Wochen in Ennerich bei [Lydia?] u. hat sich dort ein schwarzes Kleid genäht. Am Sonntag war sie in Diez bei Hedwigs Schwester Gerdrut diese soll ihr auch noch ein Kleid nähen. Ich bekomme hier bei einer Schneiderin ein dunkelblaues Kleid genäht u. bei einem Schneider einen neuen leichten Mantel. Hier muß man sich wieder hier in die Verhältnisse einrichten u. hier sehen die Leute sehr auf die Kleidung das ist alles noch wie früher. Wir sind doch froh daß wir wieder nach Wiesbaden kommen dort sind wir bekannt u. ich kann auch mittags als einmal fortgehen. Hier ist das nicht möglich da ist nur Arbeit u. die Leute haben für sonst nichts Zeit. Pfr. Eickmeier von Wiesbaden war hier zu einer Konferenz. Da kam er eines Abends u. besuchte uns u. freute sich sehr daß wir alte Glieder wieder nach Wiesbaden kämen. Prätoriusse haben dieses Jahr 4 Hochzeiten da haben wir über= all Gelegenheit mitzufeiern. Wenn dann Johanna auch einmal hierher fährt so werden wir Alten doch dann zur Hause bleiben können. In Frankfurt bei Martins ist Konfirmation die Ostern Dahin ist Johanna auch einge= laden u. wird auch sicher hingehen. Hier ist in allen Familien so viel Streit u. Unzufriedenheit seit das Vermögen das nicht mehr geteilt werden soll. Der eine bekommt alles u. der Andere garnichts u. was sitzen hier überall für Schwiegertöchter der arme Schadecker Karl hat eine Frau diese ist oft durch= einander im Kopf u. sonst so ordinär wie man gar nicht glaubt u. für diese Person hat nun die ganze Familie gearbeitet ihr Leben lang u. was für ein Alter haben die Alten! Die ... Goth hat dasselbe Los. Lieber Karl danke Gott jeden Tag daß du so seine gute Frau hast. ich sehe hier das Gegenteil in Familien u. wie sieht es dann im Hause aus u. was wird überhaupt aus diesen Familien noch werden. Dem lieben kleinen Paul gratuliere ich recht herzlich zum Geburtstag u. wünsche ihm Gesundheit u. Gottes Segen auf seinem ferneren Lebens= wege. Es tut mir leid daß Margie den Brief nicht lesen kann, erzählst du ihr immer alles was sie verstehen kann, tue es immer ich schreibe ja auch für sie. Sage auch Joan einen Gruß von ihrer Großmutter, sie wird sich noch unserer entsinnen u. sei auch Du u. Margie vielmals gegrüßt von Euerer Mutter. Grüße ... wir haben Emmas ... noch aufgehoben wenn wir in Wiesbaden sein werden.


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