Caroline and Wilhelm Emmel to Karl Emmel, January 11, 1938, p. 3 - image of
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Meine Lieben!
Auch ich möchte einige Zeilen beifügen und kann berichten noch von unserer Reise nach Wiesb. daß es den Tag sehr kalt war 10 Grad Kälte. Das Wetter war kalt u klar. Übernachtet haben wir bei Albert Fink, welcher immer bereit ist, einzuladen, wenn alte Bekannte auf= tauchen. Am nächsten Tag suchte ich auch einen Rechtsanwalt auf wegen der Sache Glaser. Wir schrieben im letzten Brief an Karl, daß eine Kündigung, von seiten Glaser durch den Haus - u Grundbesitzverein zurück gewiesen wurde. 4 Punkte gaben sie an, warum die Kündigung wertlos sei, oder ich nicht berechtigt sei zu kündigen.
Der Anwalt sagte mir, daß ich zu nächst vom Amtsgericht einen Genehmigungsbescheid zur Kündigung haben müßte den ich auch sofort erhielte, da ich das Geld benötige. Der Anwalt will diesen Bescheid einholen, so daß man zum nächsten Termin 1 April kündigen kann. Auch ist jedem Käufer, (und das [insertion:] sind [/insertion] die 4 Geschwister oder Kinder der Frau Glaser) eine Kündigung zu übersenden. Sonst stehe der Sache nichts im Wege die übrigen Einwände von Seiten Glaser seien nicht stichhaltig.
Die Feiertage sind nun alle vorbei, diese sind nicht
schmerzlos gewesen, ich war mehr mehr bei Euch, als hier.
Es ist doch so manches anders geworden, wo man seine Not
hat, sich ganz anders umzustellen. Sonst geht es uns
