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Transcribe Page - Caroline Emmel and Wilhelm Emmel to Karl Emmel, January 11, 1938

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Caroline and Wilhelm Emmel to Karl Emmel, January 11, 1938, p. 4 - image of

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Gott sei Dank gut, was ich von Euch in Eurem letzten Briefe nicht fest stellen konnte. Die Bilder haben uns sehr erfreut, der kleine Herbert ist dem Bilde nach viel stärker geworden und wird bald die Ruth überholt haben. Bis jetzt haben wir noch nichts gehört, ob Ihr unsere Weihnachtspakete erhalten habt. Ich nehme an, daß uns die Post ein Lebenszeichen [insertion:] von Euch [/insertion] bald bringt.

Präsident Roosevelt u das dortige Kapital bekämpfen sich stark. 15 - 16000000 Arbeitslose werden wieder gezählt wie die gestrige Zeitung schreibt. Soziale Gesetzgebung kann aber das Kapital nicht leiden, und wird noch manchen Kampf kosten bis bessere Verhältnisse geschaffen sind. Die deutsche Regierung gab vor Weih= nachten bekannt, daß alle Feiertage, die auf einen Werktag fallen zu bezahlen sind. Die Verordnung tritt sofort in Kraft, u. so hatten die deutschen Arbeiter den ersten Weihnachtstag wie Neujahrstag bezahlte Ruhetage.

[letter continued in Caroline Emmel's handwriting]

Wie habt Ihr die Feiertage verlebt? Hattet Ihr einen schönen Weihnachtsbaum u. hat Ruth sich recht darüber gefreut? Wir werden wohl bald etwas von Euch hören. Bei uns geht es noch gut, wir sind noch alle gesund was ich auch von Euch hoffe. Der liebe Gott sei auch im neuen Jahre bei Euch u. behüte Euch u. die Kinder vor allem Übel, dem wollen wir alle unsere Nöte befehlen denn er weiß am besten was uns gut ist. Grüßt Ruth Wilton vielmals auch Müllers mit Minna u. Emmels u. seid auch Ihr nebst den Kleinen vielmals gegrüßt von uns allen besonders von Eurer Mutter.

Heute Mittag besuchte uns Hedwigs Großmutter sie wird bald 80 Jahre alt u. ist noch so munter u. gesund sie weiß noch alle Neuigkeiten aus dem Dorf.

[margin:] Wir freuen uns daß wir eine Wohnung gefunden haben, dann sind wir doch unser eigener Herr. Wir haben ja hier auch nichts zuklagen [sic] doch ist es besser in einer Stadt wohnen wie auf dem Dorf. [/margin]


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