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Transcribe Page - Marie Taylor to Lina Hansen, January 22, 1875

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[page 2 (left-hand side, sheet 2):]

Am 8. Jan. habe ich Deiner recht gedacht, liebe Mutter. Ich erinnerte mich auch so deutlich des Tages im vergangenen Jahre - wie ich ein entschiedenes Gefühl hatte, daß Ihr beide den Tag zum letztenmal vereint verlebtet. Es machte mich sehr traurig u. ich erwähnte damals nicht die Bedeutung des Tages, weil es mir so schmerzlich war. Du erwähntest sie aber abends u. ich glaubte bei Dir ein ähnliches Vorgefühl zu entdecken. Es war doch eine gar zu trübe, schmerzenvolle Zeit!

Auch für die sehr schönen Photographien von Hamburger Ansichten sage ich Dir meinen besten Dank. Die vom Hafen ist besonders schön.

Hier geht alles in gleicher Weise fort. Bayard hat nun bereits 80 mal Vorlesung gehalten, ist auch jetzt abwesend, kommt aber doch nun jeden Sonntag nach Hause, oder eigentlich, nach dieser Woche, jeden Sonnabend. Diese Woche ist noch eine anstrengende für ihn, d. h. er hat lange Strecken zu reisen; künftig aber hat er es leichter, die Orte liegen näher zusammen u. einige sind sogar ganz in der Nähe von N. Y., so daß er den Tag über hier sein kann. Bis jetzt hat er sich Gottlob noch recht frisch erhalten. Sein Appetit

[page 3 (right-hand side, sheet 2):]

ist vortrefflich u. er schläft gut. Damit hilft er sich, wenn Ermüdung eintritt. Lilian geht es bis auf einen Schnupfen sehr gut. Sie studirt fleißig u. mit sehr gutem Erfolg. Ihre Zeit ist ziemlich besetzt, denn außer der Schule u. den Schularbeiten hat sie noch 2 mal die Woche Klavierstunde (dann das tägliche Üben dazu) u. zweimal ließt sie Cäsar (lateinisch) mit Mrs. Putnam, unserer Hausgenossin. Lilian hat nämlich noch immer den Wunsch u. die Absicht in das Vassar College einzutreten. Nach reiflicher Überlegung haben wir die Ausführung dieses Projektes aber auf nächstes Jahr verschoben, u. zwar soll sie unterdessen auf die zweit-unterste Klasse los studiren, damit wir sie nicht gar so lange hergeben müssen. Dazu muß sie in Latein sehr fest u. belesen u. deshalb nimmt sie außer dem lateinischen Unterricht in der Schule, noch lateinischen Privatunterricht. Vorgestern hat sie nochmals in dem alt- englischen Stück mitgespielt, welches zu Weihnachten aufgeführt wurde. Dreimal wurde es auf Wunsch (da es so gut gefallen hatte) in einem großen Saal vor mehreren hundert Zuschauern gegeben. Sie spielten alle recht gut. Nach der Vorstellung wurden die Bänke schnell beseitigt


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