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Hötte & Sons to Charles Haase, July 7, 1887

Hötte & Sons to Charles Haase, July 7, 1887, page 1
Hötte & Sons to Charles Haase, July 7, 1887, page 2
Hötte & Sons to Charles Haase, July 7, 1887, page 3
Hötte & Sons to Charles Haase, July 7, 1887, page 4

Author

Hötte & Sons

Recipient

Charles Haase

Date

July 7, 1887

Destination

Richmond

Type

letter

Language

German

Tags

1880-1889, English available, transcription under review

Source

Mary L. Geschwind Papers

Collection

Geschwind Papers

Repository

Library of Virginia

Citation

“Hötte & Sons to Charles Haase, July 7, 1887.” Mary L. Geschwind Papers, Library of Virginia, accessed from German Heritage in Letters, March 12, 2026, https://germanletters.org/items/show/65

Original text

Leipzig 7. Juli 1887

Herrn C. Haase Richmond Va 624 Broad Str

Wir empfingen Ihr Schreiben vom 10. Juni a.c., woraus wir mit Erstaunen ersehen, wie die Herren H. Wallerstein u Co. Sie vollständig ohne Kenntniß unsrer Correspondenzen der letzten zwei Jahre gelassen haben. Wir fühlen uns verpflichtet Ihnen nun Alles mitzutheilen, was seit unserm letzten Briefe an Sie, der vom 18. April 1885 datiert war, geschehen ist. Diese Mittheilungen machen wir Ihnen privatim und verlassen uns fest darauf, daß Sie die Herren H. Wallerstein u Co. nicht erfahren lassen, was wir Ihnen geschrieben. Ihr Brief vom 1. Mai 1885 avisierte uns die bevorstehende Ankunft des Herrn Hermann Wallerstein senior, der am 29. Juni hier in Begleitung eines Herrn Binswanger aus Richmond eintraf und sich 3 Tage aufhielt. Er wartete vergeblich auf Briefe von Ihnen, um zu erfahren, was er für Sie besorgen sollte und beschränkte sich darauf, Verschiedenes in Kanin, Astrakan u.s.w. anzusehen. Er über- gab uns 1400 raw Mink, die hier bei einem Spediteur Namens J.C. Seebe bereit lagen, in Consignation. Am

Am liebsten hätte er uns den Rest aller raw Furs gegen baar verkauft - to close out wie er sagte. - Doch zogen wir vor, sie in Consignation zu behalten. Ueber sein Verhältniß zu Ihnen sagte er uns, daß im Jahre darauf sein Con- tract mit Ihnen abliefe, er würde denselben wahrscheinlich nicht erneuern; doch wollte er uns darüber noch schreiben, was aber nicht geschehen ist. Vorläufig sollten wir sämmt- liche Correspondenzen nur an ihn richten, da er und seine Söhne die Schreibereien allein besorgten, wie überhaupt das Raw Furs = Geschäft eigentlich zu seinem Produkten- handel gehöre. Er machte uns im Namen der Firma H. Wallerstein & Co. den Vorschlag von da ab Raw Furs für gemeinschaftliche Rechnung zu handeln, wir behielten uns Bedenkzeit darüber vor. Dies waren die einzigen Vorfälle während seines Hierseins, soweit sie uns be- trafen. Wir haben nicht beobachtet, daß Herr W. damals mit anderen hiesegen Firmen in lebhafteren Verkehr getreten wäre, nur Herrn Künne hat er mehrere Male besucht. Ueber seinen Vorschlag, raw furs für gemeinschaftliche Rechnung zu handeln haben wir dann im Herbst 1885 mit seiner Firma mehrfach correspondiert, doch haben diese Verhandlungen zu keinem Ziele geführt und wurden Ende des Jahres 85 abgebrochen. Seit Beginn des Jahres 1886 schrieben wir folgende Briefe an Herrn H. Wallerstein & Co. und zwar von diesem Zeitpunkte ab alle nur in Ihren Angelegenheiten: 1886. 29. Januar mit Verkaufsrechnung und Conto Corrent bis ulto Decbr 1885 = Anlage II

1886 2. Novbr mit Verkaufsrechnung = Anlage III

1887. 30 April mit Schluß - Verkaufsrechnung und Contocorrent bis 15 Mai 1887. = Anlage IV

Mit letzerem Briefe avisierten wir den Herrn H. Wallerstein & Co. auch unsere Tratte über Mk 1984.70 pf - a' vista, Ordre Knauth, Nachod & Kühne. Der Wechsel kam aber unbezahlt zurück. Bald darauf empfingen wir einen Brief von H. Wallerstein & Co. , datiert: --- 1887. 9.Juni, Anlage VI. Wir haben diesen Brief sowie unsre obengenannten drei Briefe nebst erwähnten Beilagen: Conto Correnten etc. für Sie abgeschrieben und behändigen Ihnen diese Abschriften mit den angegebenen Numern versehen. Wir schon erwähnt halten wir uns Ihrer Verschwiegenheit im Voraus versichert, bedauern nur daß Sie von unsern Briefen etc. keine gehörige Kennt- niß erhalten haben. Indem wir unsre Briefe infolge der mündlichen Aufforderung des Herrn Wallerstein nur an dessen Firma richteten, handelten wir in dem guten Glauben, daß man Sie wegen Ihrer Ar- beit im Manufacturieren von der Mühe mit Correspondenz und Buchführung ent- lasten wollte.

Da wir seit November 1885 von H. Wallerstein & Co. nichts gehört und das Nichthonoriren unsrer Tratte uns sehr verstimmte, waren wir schon fest entschlossen gegen diese Firma und gegen Sie mit aller Strenge vorwärts zu gehen, um den uns kommenden Saldo einzutreiben. Wie Sie aus der letzten Copie ersehen, haben uns die Herren H. Wallenstein & Co. ganz an Sie verwiesen.

verwiesen. Wir ersuchen Sie deshalb uns Deckung für den uns per 15 Mai kommenden Saldo im Betrage von Mk 1984.70 pf sowie für die seitdem aufgelaufenen Zinsen a' 5% einzusenden und sind von Ihnen überzeugt, daß Sie als ehrlicher Mann die Sache schnell ordnen werden.

Ihre Aufgabe würde es dann bleiben, sich mit den Herren H. Wallerstein & Co. auseinanderzusetzen, wenn etwas in der Abrechnung nicht stimmen sollte, welche diese Herren Ihnen gemacht haben. Da Sie uns schreiben, daß Sie von sämmtlichen Shipments keine Notizen finden, so legen wir behufs Grundlage zu einer Controle darüber eine Uebersicht der Stückzahl derselben nebst Sales hier bei, Anlage V - ferner auch die allererste Verkaufsrechnung vom 1. Novbr 1884 nebst dazu gehörigem Conto Corrent vom 31. Dezbr 1884. Anlage I

Sollten Sie sonst noch Auskunft über irgend einen Punkt wünschen, so stehen wir Ihnen damit gern zu Diensten. Wir erwarten Ihre umgehende Antwort nebst Deckung und zeichnen Achtungsvoll S. B. Hötte & Söhne

English text

J.B. HOTTE & SOHNE
Messer C. Haase
624 Broad St
Richmond, Va.
Leipzig, 7th July, 1887

We have received your letter of June 10th inst., from which we perceived to our astonishment, that Messrs H Wallerstein & Co have left you completely without knowledge of our correspondence of the past two years. We feel it to be our duty to inform you now of all that has taken place since our last letter to you, which was dated 18th April 1885. This is confidential information, and is communicated to you with the implicit trust that you will not allow Messrs H Wallerstein to learn what we have written you.

Your letter of 1st May 1885 advised us of the impending arrival of Mr. Hermann Wallerstein senior, who had arrived here on 29th June from Richmond, accompanied by a Mr. Binswanger, and had been here for 3 days. He waited in vain expectation of letters from you, in order to learn what he should take care of for you, and he restricted himself to examining various furs in rabbit, Astrakhan, etc. He gave us 1400 raw mink skins on consignment, which were in storage at the J. C. Seebe shipping agency.

He would have preferred to sell us the rest of his raw furs for cash-to close out as he put it-however, we gave preference to keeping them on consignment. With respect to his relationship with yourself he told us that his contract with you would expire in the coming year, and that he would probably not renew it; that he would inform us later concerning this, which however he did not do. That for the present we should address all correspondence to him only, that he and his sons handled all paperwork, that in any case the raw furs trade actually belonged to his commodities business. He proposed to us in the name of the firm of H Wallerstein & Co. to set up from that date a joint account for dealing in raw furs; we reserved for ourselves time to think it over.

These were the only occurrences during his sojourn here, which involved us. We did not observe that Mr. W. during that time had entered into any livelier trade with other local firms, except that he visited Mr. Kunne a number of times.

Concerning his proposal to deal in raw furs through a joint account, we corresponded with his firm a number of times during the autumn of 1885; however, these negotiations led to no decision and were broken off at the end of that year.

Beginning with the year 1886 we wrote the following letters to Messrs H Wallerstein & Co, and indeed, from that time onward, all correspondence concerned your affairs:
1886, 29 January. with sales invoice and current account to end of Dec. 1885 } Attachment II
1886, 2 Nov. with sales invoice } Attachment III
1887, 30 April with.final sales invoice and current account of 15 May 1887 } Attachment IV.

In the last-mentioned letter, we sent to Messrs H Wallerstein & Co our sight draft in the amount of 1984 Marks 70 pf payable to Knauth, Nachod & Kuhne. This draft, however, was returned unpaid. Shortly thereafter we received a letter from H Wallerstein & Co, dated: 1887, 9 June } Attachment VI

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