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Emma Hilgard (von Xylander) to Henry Villard, January 27, 1871

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http://germanletters.org/plugins/Dropbox/files/Villard_0080_0002.jpg

Author

Emma Hilgard (von Xylander)

Recipient

Henry Villard

Date

January 27, 1871

Origin

München, Bavaria

Description

Letter from Emma Hilgard von Xylander to her brother, Henry Villard, January 27, 1871.

Type

letter

Language

German

Tags

1870-1879, transcription under review

Source

Henry Villard Papers, MS Am 1322

Collection

Henry Villard Family Letters

Repository

Houghton Library, Harvard University

Citation

“Emma Hilgard (von Xylander) to Henry Villard, January 27, 1871.” Henry Villard Papers, MS Am 1322, Houghton Library, Harvard University, accessed from German Heritage in Letters, March 12, 2026, https://germanletters.org/items/show/593

Original text

[page 1 (sheet 1, right-hand side):]

München d. 27/1 71.

Lieber Heinrich!

Deinen Brief, der uns Deine bevorstehende Abreise nach [strikethrough:] London [/strikethrough] Amerika anzeigt, habe ich erhalten, u. hätte ihn schon früher beantwortet, wenn nicht Robert wieder so lange auf Nachrichten hätte warten laßen; endlich heute kam wieder ein Brief, - vom 16ten [?] dhs [/?]. Leider ist er noch mir bei der I Inf: Division des I Armee=korps commandirt, - Da die kranken Generalstabsoffiziere noch nicht wieder dienstfähig sind; er schreibt jedoch über seine Stellung u. Aufenthalt in Yères sehr vergnügt; seine Division ist links an die Würtemberger, rechts an das 6te preuß. Corps angelehnt. -

Er schreibt: bis in 8 Tagen kömmt unsre Division in erste Linie; doch ist diese verhältnißmäßig gegen Andre, von den Forts weit entfernt, so daß nur kleine Beunruhigungen eintreten, ein [illegible] von den Forts nur wenig u. theil=weise statt hat. - Über den eigentlichen Fortgang der

[page 2 (sheet 2, left-hand side):]

Belagerung sind die Meinungen sehr verschieden, ich würde es wünschen, daß man nicht aufs neue ins Zaudern u. Zögern verfiele, sondern ein oder das andere Fort wie z. B. Issy einmal ernstlich zu nehmen versuchen würde. -

Wir haben Wege auszubessern, Allarmsignale aufzurichten neue Batterien u. Verschanzungen anzulegen, letztre dem Hrn. [?] Trocke [/?] das Ausreißen zu versalzen, - etc, etc, -

Er bedauert Dir nicht geantwortet zu haben; - die Geschäfte der letzten Zeit, - u. fast gänzlicher Mangel an Beleuchtungs=material haben ihm's aber unmöglich gemacht. -

Was nun, des Krieges halber versäumt werden mußte, - ein Zusammensein mit Dir, - hofft er nun im Sommer nachholen zu können. -

Uns hier, geht es ziemlich ordentlich, - nur hatte ich auch die letzte Zeit viel Kopfweh; Tante war längere Zeit durch die große Kälte so eingeschüchtert, daß sie gar nicht ausging, jetzt benützt sie aber wieder das mildere Wetter zu kleinen Promenaden. - Einen großen Verlust hat sie erlitten; vorgestern Abend, mitten im [?] Herumschen [/?] im Hofe, wurde das nette [?] Polchen [/?] vom Schlage getroffen u. war gleich todt. - Hr. [roman:] Sondermann [/roman], den sie holen ließ

[page 3 (sheet 2, right-hand side):]

sagte, das käme diesen Winter oft bei Hunden vor. - Tante hat sehr geweint da ihr das Thirchen so attachirt war, ich denke aber wenn einige Zeit vorüber ist, - wird sie einsehen daß sie doch auch einer großen Plage enthoben ist, - denn mit dem häßlichen Bellen, - hat er sie doch oft genirt; - allerdings ist nun dieser kleine Spektakelmacher todt ist, es noch stiller bei ihr - Von Richard sind wir ohne neuere Nachrichten; ebenso von Robert's Brüdern die zwar wohlauf sein sollen; Oscar wurde vom Generalstabe in's Leib - Regiment versetzt, u. kömmt nun auch wieder hierher; er war nie gerne im Stabe, - u. da er als Stabshauptmann sich [illegible] fort halten kann wird ihm diese Veränderung nicht unange=nehm sein, - da [insertion:] er [/insertion] so sehr gewünscht wieder hierher zu kommen. - Mit Heinrich's Arm geht es rasch der gänzlichen Heilung zu, u. will er durchaus Anfang Februar wieder zur Armee. - Seine Kinder sind wohlauf u. grüßt er Dich mit Frau bestens, - ebenso die Familie Heintz; ihr Neffe ist noch immer nicht ganz wohl, - Er scheint aber ein zartes Bürschchen zu sein. - Die Veranlaßung, die Dich so bald nach Hause zurück führt, bedauern wir sehr; übrigens solltest Du mehr an Deine

[page 4 (sheet 1, left-hand side):]

Gesundheit denken, - u. Fanny nicht so sehr verwöhnen; sie soll bedenken wie viele Offiziersfrauen, - sterbenskrank waren, - Wochenbetten durchmachten, - ohne Mann an der Seite, - u. sie, ist ja auch im elterlichen Hause. - Durch das Herumreisen muß Dein Zustand schlimmer werden, - was nützen da alle Doktoren u. Curen, - wenn Du nie der Ruhe pflegst. -

Tante war recht böse, als sie von Deinem Entschluße hörte, - u. ich finde auch, Fanny hätte das Leiden wohl allein tragen können, - [insertion:] sollte [/insertion] mehr Rücksicht für Deinen Zustand haben, - die deutschen Frauen besitzen da glaube ich doch etwas mehr Selbstverläugnung. -

Ich wünsche von Herzen, daß Dich dieser Brief noch vor der Einschiffung erreicht, - u. [insertion:] Du [/insertion] die Überfahrt glücklich überstehen mögtest. -

Grüße mir Fanny u. [roman:] Frank [/roman] bestens, - alles Herzliche von Tante u. Deiner Emma.


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