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Emma Hilgard (von Xylander) to Henry Villard, August 24, 1870

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http://germanletters.org/plugins/Dropbox/files/Villard_0079_0002.jpg

Author

Emma Hilgard (von Xylander)

Recipient

Henry Villard

Date

August 24, 1870

Origin

München, Bavaria

Description

Letter from Emma Hilgard von Xylander to her brother, Henry Villard, August 24, 1870.

Type

letter

Language

German

Tags

1870-1879, transcription under review

Source

Henry Villard Papers, MS Am 1322

Collection

Henry Villard Family Letters

Repository

Houghton Library, Harvard University

Citation

“Emma Hilgard (von Xylander) to Henry Villard, August 24, 1870.” Henry Villard Papers, MS Am 1322, Houghton Library, Harvard University, accessed from German Heritage in Letters, March 12, 2026, https://germanletters.org/items/show/592

Original text

München d. 24/8 70.

Mein lieber Bruder!

Gestern erhielt ich Deinen u. Fanny's lieben Brief, - den ich sogleich weiter an Tante nach [roman:] Rosenheim [/roman] schickte, mit der Weisung, sie dann [?] allzugleich [/?] Richard nach Durchlesen zu kommen zu laßen. - Da über alles [illegible], unsre tapferen deutschen die Franzosen derart angriffen, - daß dieselben keinen Fuß in unser Vaterland setzten, - da Sieg auf Sieg auf deutscher Seite ist, - u. die französische Armee der Art geschwächt ist, - daß jedenfalls auch die letzte Entscheidungs Schlacht vor [roman:] Paris [/roman] zu unsren Gunsten ausfallen muß, - so sind Gottlob Deine Besorgniße für uns lieber Heinrich, nur ferner unbegründet, u. wirst Du auch den Plan noch in diesem Jahre zu uns zu kommen wohl aufgeben; achte vor allem auf Deine Gesundheit, - erfreue Dich, - nun Du es mit Gemüthsruhe kannst des Landlebens, - u. spare alle Kräfte u. Mittel für einen langen Aufenthalt mit Deiner Familie bei uns im kommenden Jahre, - dieses Jahr wäre derselbe doch nur unvollkommen, - erstens ist die Jahreszeit eine schon vorgerückte, - Robert ist nicht hier, u. Richard könnte nicht von Frankenthal weg, da die Beamten während der Kriegsdauer nicht in Urlaub dürfen. - Daß Richard um eine Offiziersstelle nach= gesucht hat, habe ich Dir schon in meinem letzten Briefe vom 12ten Aug. geschrieben; er wurde jedoch abschläglich beschieden, da wir noch Überfluß an Offizieren haben; er will nun [illegible] einem Lebensmittel Transport suchen auf [illegible] [illegible (paper damaged)] da er [illegible (paper damaged)] das Vaterland thun will. -

[page 2:]

Ich lege Dir hier den ersten u. einzigen Brief Robert's bei, - der Dich, wenn auch sehr flüchtig gehalten doch recht interessiren wird; außer diesem erhielt ich nach Statt gehabten Schlachten, stets nur Correspondenzkarten, - die mich über meines [illegible] Ergehen beruhigten; die Truppen sind beständig auf dem Marsche u. das regnerische Wetter was wir seit 2 Wochen haben, erschwert natürlich die [illegible, 2 words] sehr. - Alle Nachrichten vom Krieg= schauplatze gelangen erst nach 6 - 7 Tagen zu uns, - es soll das preußisches System sein, - damit man erst die betreffende Marschroute erfährt, wenn sie bereits zurückgelegt ist. - Du kannst Dir aber denken, - in welche Aufregung uns die Ungewißheit über unsrer Lieben ergehen, - beständig versetzt. - Gott gebe, - daß wir auch weiter Glück haben. Alles ist erfüllt von Tapferkeit unsrer Truppen, - seit mehreren Tagen, - stehen hier auf dem Platze vor der Residenz, - 5 [illegible] Kanonen u. eine [roman:] Mittrailleuse [/roman], - Gefangene Franzosen wurden [roman:] en masse [/roman] hier durch nach Ingolstadt gebracht, leider sah ich aber bis jetzt noch keinen derselben. -

Hier, - nichts Neues, - Alles hat nur Sinn für den Krieg, u. seit die Truppen fort sind, ist die Stadt wie ausgestorben. - Tante, wird wohl noch bis Anfang [roman:] September [/roman] in [roman:] Rosenheim [/roman] bleiben. - Die guten Nachrichten von Euch erfreuen uns sehr, - küsse Fanny u. die Kinder von mir. - Ich fasse mich heute so kurz, - da ich Dich nicht länger auf Nachrichten warten lassen will, u. noch Robert schreiben muß, - dessen 40ter Geburts= tag heute ist. - Wo wird er wohl denselben zubringen? Ich fühle mich heute doppelt vereinsamt. -

Adieu mein lieber Bruder, vielen Dank für Deine Theilnahme, - und [illegible] von Deiner Emma.


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