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Alfred Hilgard to Henry Villard, May 30, 1899

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http://germanletters.org/plugins/Dropbox/files/Villard_0005_0002.jpg

Author

Alfred Hilgard

Recipient

Henry Villard

Date

May 30, 1899

Origin

Heidelberg, Baden

Description

Letter from Alfred Hilgard to Henry Villard, May 30, 1899.

Type

letter

Language

German

Tags

1890-1899, transcription under review

Source

Henry Villard Papers, MS Am 1322

Collection

Henry Villard Family Letters

Repository

Houghton Library, Harvard University

Citation

“Alfred Hilgard to Henry Villard, May 30, 1899.” Henry Villard Papers, MS Am 1322, Houghton Library, Harvard University, accessed from German Heritage in Letters, March 12, 2026, https://germanletters.org/items/show/546

Original text

Heidelberg, 30/5 1899.

Verehrtester Vetter,

Die verflossene Pfingstwoche habe ich benutzt, um den Spuren unserer Ahnen im Nassauer Lande nachzugehen, und das Ergebnis liegt in übersichtlicher Darstellung mit beigefügten Belegen diesen Zeilen bei. Es ist mir ei= nerseits positiv ja nur gelungen, eine Generation weiter zu= rück zu gelangen und einiges Detail zu zwei andern zu gewinnen; aber einen gewissen Wert hat auch die negative Seite, die Überzeugung, daß eine zusammenhängende Ahnen= reihe über den Johann H. von Mengerskirchen hinaus nicht geführt werden kann: immerhin eine Seltenheit, daß eine bürgerliche Familie ihren Stammbaum durch volle 3 Jahr= hunderte urkundlich verfolgen kann. - Schirmer hatte in Herborn die Bücher nicht selbst eingesehen, sondern vom Pfarramt beglaubigte Auszüge sich anfertigen lassen. Der gleiche von ihm nach Wetzlar gerichtete Wunsch würde ab= schlägig beschieden mit der Begründung, den Mangel an

[page 2 (sheet 2, left-hand side):]

Register und die schwer lesbare Schrift der Kirchen= bücher vor 1650 mache dies zu einer sehr mühsamen Arbeit. Das liebenswürdige Entgegenkommen von Superinten= dent Schöler in Wetzlar und des kathol. Pfarrers Han= nappel in Mengerskirchen ermöglichten mir eine verhältnis= mäßig rasche Erledigung der Arbeit. Das städtische Ar= chiv in Wetzlar, das mir ebenfalls sehr liberal geöffnet wur= de, gewährte gar keine Ausbeute; viel war ja allerdings hier nicht zu erhoffen, da Philipp H. nur 4 Jahre dort lebte, von 1630 - 1634; aber ich dachte etwa aus einer der Privat= urkunden dieser Jahre über seine persönlichen Verhält= nisse etwas zu ermitteln.

Der Name Hilgard ist in dem Hessen - Nassau'schen Lan= de, soweit ich's ermitteln konnte, nur durch den Metz= ger August H. in Gießen vertreten. Den hab ich nicht in= terviewt, da Schirmer dies früher gethan, und seine Schil= derung des Mannes eine Wiederholung als zwecklos er= scheinen ließ. In Wiesbaden lebte vor 10 Jahren eine ver= witwete Frau Pfarrer Hilgard; sie ist jetzt tot, und der Na= me kommt hier nicht mehr vor. Ebenso habe ich das Feh= len des Namens Hilgard oder ähnlich klingender Formen

[page 3 (sheet 2, right-hand side:)]

ausdrücklich festgestellt in Marburg, Wetzlar, Her= born, Weilburg, Limburg, Nassau; in Mengerskirchen giebt es noch Hilger's, aber deren Erinnerung geht über ihren Großvater nicht hinaus. - Nach Schirmers Mittheilung giebts in Frankfurt einen Hilgard, - der Hausknecht ist.

Mit den beiliegenden Mittheilungen ist nach meiner Überzeugung das erschöpft, was gegenwärtig über die Her= kunft der Familie Hilgard festgestellt werden kann. Beim Fortschreiten der Publikationen aus den nassauischen und hessischen Archiven kann möglicherweise noch die eine oder andere Notiz zu Tage kommen; sehr wahrschein= lich ist es nicht, da die Familie offenbar als bürgerli= che wenig an die Öffentlichkeit getreten ist. -

Für die 8 tägige Reise habe ich an Baarauslagen 92 M. aufgewendet.

Mit herzlichen Gruß Dein Alfred Hilgard.


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