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Benecke family letter, October 7, 1907

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Date

October 7, 1907

Origin

Angermünde, Brandenburg

Destination

Brunswick, Missouri

Description

Benecke family letter, October 7, 1907.

Type

letter

Format

photocopy

Language

German

Tags

1900-1909, transcribed

Source

Benecke Family Papers

Collection

Benecke Family Collection

Repository

State Historical Society of Missouri

Citation

“Benecke family letter, October 7, 1907.” Benecke Family Papers, State Historical Society of Missouri, accessed from German Heritage in Letters, March 12, 2026, https://germanletters.org/items/show/380

Original text

Angermünde 7. Oct. 07.

Mein liebes Finchen!

Habe Dank für Deine Grüße und das bild Deines Sohnes, den kennen zu lernen mich sehr interessiert und der mir sehr sympathisch ist; hübsch, intelligent und gütig sieht er aus. Wie schade, daß Ihr nun die Anker lichtet, und Du nicht nochmals nach dem alten Angermünde kommen kannst. Jetzt könnte ich Dich im alten, vertrauten

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Heim würdig empfangen und Du hättest einen andern Eindruck davon als damals nur von außen unter Fremden.

Seit 14 Tagen bin ich wieder hier und fühle mich, trotzdem ich alles in fürchterlich verwahrlostem Zustande vorgefunden, so daß des Scheuerns, Reparierens u. Räumens kein Ende war u. noch ist, sehr behaglich und zufrieden. Mir wird nachträglich klar, daß ich mich in Zehlendorf trotz angenehmer Verhältnisse, doch nie ganz heimisch gefühlt habe. Viel macht[strikethrough:]e[/strikethrough] auch, daß ich hier viel

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Raum und große, sonnige Zimmer habe. Das grüngoldne Herbstkleid des Gartens prahlte in der Sonne mir herzlich entgegen. Lästig sind natürlcih die vielen Haussorgen, besonders zur Zeit, da ich zwei neue Mietparteien bekommen habe.

Das schöne Wetter hat mich auch Euretwegen recht gefreut. Frieda schrieb mir, wie hübsche Wagen- touren Ihr noch machtet. Leider erwähnt sie nicht, worauf mich Friedchen durch eine mystische Notiz neugierig gemacht hat, nämlich, daß Dein Mann ein Quellenfinder ist, wenn ich richtig

[page 4]

verstanden habe. Daß das gute Friedchen ihren Trostposten antreten mußte, hat mir auch recht leid gethan u. fürchte ich, daß Rudolf wohl leider nicht zu retten sein wird, sondern daß die Aerzte diese schwere Zeit durch ihre Kunst unnütz verlängern. - Wenn Du Zeit und Lust hast in Bremen Tonis jüngsten Sohn nebst Frau u. Kind aufzusuchen, sie wohnen "Hildesheimer Str. 27." Walters Geschäft [insertion:] v. Mararos' Buchhandlung [/insertion] liegt in der Nähe des Doms in der Petristr. (ich glaube: 4) Dort befindet er sich am Tage. Nun spreche ich nochmals meine Freude aus, Dich wiedergesehen [strikethrough:] zu [/strikethrough] und Deinen lieben Mann kennen gelernt zu haben u. rufe Euch eine glückliche Reise u. auf Wiedersehen zu!

Deine

Nanni.

Bugger, Onkel Leo u. Schuberts bedauerten sehr, Dich nicht gesehen zu haben.


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