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Heinrich Haas to Eugen Klee, June 1, 1899

Heinrich Haas to Eugen Klee, June 1, 1899, p. 1
Heinrich Haas to Eugen Klee, June 1, 1899, p. 2
Heinrich Haas to Eugen Klee, June 1, 1899, p. 3
Heinrich Haas to Eugen Klee, June 1, 1899, p. 4

Author

Heinrich Haas

Recipient

Eugen Klee

Date

June 1, 1899

Origin

Callbach, Pfalz

Description

Letter from Heinrich Haas to Eugen Klee, June 1, 1899. Heinrich Haas was the husband (later widower) of Eugen Klee’s sister Amalia.

Type

letter

Language

German

Tags

1890-1899, untranscribed

Source

Eugen Klee Papers

Collection

Eugen Klee Papers (HSP)

Repository

Historical Society of Pennsylvania

Citation

“Heinrich Haas to Eugen Klee, June 1, 1899.” Eugen Klee Papers, Historical Society of Pennsylvania, accessed from German Heritage in Letters, March 12, 2026, https://germanletters.org/items/show/1937

Original text


Callbach, den 1. Juni 1899.

Lieber Eugen!

Jedenfalls sind Dir schon die beiden Schriften: 1.) "Kaiser Rotbart" von Devrient und der "Rot= bart" von Helfenstein zugegangen. Es ist dies bis jetzt alles, was ich von den von Dir gewünschten Sachen bis jetzt auftreiben konnte. Die große Antiquariats- und Sorti= mentsbuchhandlung Liebisch in Leipzig teilte mir mit, daß die andern Sachen vergriffen und daher nicht mehr zubekom= men wären. Es ist mir recht leid, daß ich Deinen Wunsch nicht vollständig erfüllen kann. Von wem oder woher hast Du die Angaben der Titel der Bücher? Könntest Du denn nicht genau den Verleger ausfindig machen? Vielleicht ließe sich dann durch direktes Schreiben von

[page 2:]

mir an den Verleger ein altes Exemplar be= schaffen; mit der Angabe: "Der alte Barbarossa, von Karl Biltz - Berlin 1866" kann ich z. B. nichts anfangen. Gern bin ich ja bereit, Dir jeden Wunsch zu erfüllen; gib mir nur genaue Direktion.

Deinen Brief haben wir erhalten und uns über Dein Wohlbefinden recht gefreut; auch solches kann von uns gemeldet werden. Bis jetzt sind wir mit unserem Tausch recht zu= frieden und haben unseren Wechsel noch nicht bereut. Die hiesige Wohnung, sowie deren Umgebung ist noch schöner und angenehmer wie in Schmittweiler. Hoffentlich wirst Du Dich bald persönlich von der Wahrheit des Gesagten überzeugen. Welche Freude, welche himmlische Freude wäre es für uns, Dich einmal wiederzusehen. Wir wollen es mit Geduld abwarten.

[page 3:]

Hast Du an Deiner Oper schon etwas "Greifbares" resp. "Spiel- u. Hörbares" geschaffen? Wie steht es mit Deinen Liedercompositionen? Möchtest Du mir nicht recht bald einige davon und auch solche von andern Meistern schicken? Der hiesige Gesangverein ist recht gut, er ver= fügt über einen sehr guten Tenor, auch ist das andere Stimmaterial recht geeignet, um etwas Gediegenes leisten zu können. Meine Schularbeit gestattet es auch, daß ich dieser Nebenbeschäftigung meine volle Kraft widmen kann. Meine Schule zählt nur 45 Schüler [roman:] (IV. - VI. Kl.) [/roman] Die Arbeit ist doch nur Spielerei gegen meiner früheren Beschäftigung in Sch. Ein Schüler von mir, Adolf Mattern von Schmittweiler, arbeitet als Verweser in der hiesigen Unterschule; diese zählt nur 39 Schüler. Callbach bietet uns in gesellschaftlicher Beziehung auch bedeutend

[page 4:]

mehr wie Sch. Hier sind die Leute auch wohlhabender und nicht so bedürftig wie in Sch; zudem haben wir hier Post und Telegraphenstation und Meisenheim in der Nähe; außerdem sind hier ein Kauf= laden, zwei Metzger und auch ein Bäcker. Von Otterberg kann ich Dir nur berichten, daß Apotheker Kreul gestorben ist; von unseren Verwandten, Familie Jakob Cherdron, haben wir schon lange keine Nachricht mehr erhalten. Die Fabrik in Otterberg ist ja jetzt wieder in betrieb, und kommt erst die Eisenbahn, dann wird Otterberg wieder etwas auf die Beine kommen.

Für heute Gott befohlen und herzlich gegrüßt und geküßt von uns allen.

Dein

H. Haas


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