Mein lieber guter herziger Eugen! Ich bitte Dich, Dir es nicht
zu Herzen zu nehmen mit Heinrich, denn wir wollen das
Beste hoffen. Wenn aber die Anfälle an ihn kommen dann ist
er hilfloser wie ein Kind. Ich stehe dann so alleine da, nirschens
ein heller Ausblick. Wenn ein eine Sache so oft kommt
wird man wohl etwas verhärtet, aber meine Natur
kostet es doch eine Überwindung. Fast gänzliche Ent=
haltung muß er beobachten. Wenn Du einmal wieder
bei mir bist, so, daß sich unserer lieben Eltern Fleisch und Blut
die Hände reichen, dann wird es wieder besser werden -
besser auch mit Heinrich. Ich bin nur sehr froh, daß es uns
hier so gut gefällt. Wenn Du kommst, dann gehen wir nach
Minster am Stein Bad bei Kreuznach und bleiben alle zusammen
einmal 8 - 14 Tage dort. Dies ist von Meisenheim mit
der Bahn zu fahren nur eine Stunde.
Fröhlicher Sang, feuriger Wein,
Hoch lebe die sonnige Pfalz am Rhein.
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Gesang verschönt das Leben,
Gesang erfreut das Herz,
Ihn hat nur Gott gegeben,
Zu lindern Sorg und Schmerz.
Einzig und alleine glücklich unter den Staubge= bornen ist der ideale Mensch alleine. Es mag sich alles wenden wie es will in der Welt er wird bei seiner hohen Genügsamkeit überall Freude finden.
[margin, left hand side of page:] Wer nie sein Brot mit Thränen aß und nie in Kummervollen Nächten auf seinem Bette weinend saß - der [?] [/margin, left hand side of page]
[margin, right hand side of page:] Franz [Thiner?] sagte einmal zu mir: Glücklich ist wer das vergißt was einmal nicht zu ändern ist - heute ruht er im Schoße der Erde. [?] froh u. heiter, der liebe Gott sieht weiter [/margin, right hand side of page]