• Contributor Login
  • Transcriber Login
  • Register as a Contributor
Menu
  • german heritage in letters logo
  • News
  • Share Your Letters
  • Help Transcribe
  • Explore Collections
  • Browse Letters
  • Search

Klee family letter, June 21, 1894

Klee family letter, June 21, 1894, p. 1
Klee family letter, June 21, 1894, p. 2

Recipient

Eugen Klee

Date

June 21, 1894

Description

Klee family letter, June 21, 1894.

Type

letter

Language

German

Tags

1890-1899, transcription under review

Source

Eugen Klee Papers

Collection

Eugen Klee Papers (HSP)

Repository

Historical Society of Pennsylvania

Citation

“Klee family letter, June 21, 1894.” Eugen Klee Papers, Historical Society of Pennsylvania, accessed from German Heritage in Letters, March 12, 2026, https://germanletters.org/items/show/1792

Original text

Mein lieber Bruder Eugen!

Ach! wie fange ich nur

meinen Brief an, damit

ich Dir meinem

edlen Eugen einigermaßen entsprechend

antworte. Vor allem danke ich herzlich,

für mir zugedachten Sachen. Alles werde

ich in größer Ordnung erhalten, so, daß

wenn Du einst Dein Zimmer hier be-

wonhst, noch alles (auch das Geringste) wie-

der findest, wie dus verlassen. Daß durch

Deine schönen Sachen unser Gutes= und

Fremdenzimmer durch Schönheit bedeutend ge-

hoben wurde, kannst Du Dir denken. Deine bei-

den Ölgemälde hängen in ihrer erhabenen

Schönheit über den beiden Thüren welche

ins Fremden= u in Vaters Zimmer führen.

Das frühere Studierzimmer von Heinrich

ist jetzt Vaters Zimmer; dieses gefällt

ihm am besten im ganzen Hause. Dein Bett

steht neben einem anderen Bett im Frem-

denzimmer und sind beide Bettn mit

weißen Decken (einer Handarbeit von mir) bedeckt.

[page 2]

O! wie schön ist‘s eben bei uns. Es ist

nur schade, daß dies Haus in Schmittweiler

und nicht in Philadelphia steht. Dort würde

es mit unserm Garten, der eben sehr

schön ist, eine wahre Willa sein. Doch ich

gedulde mich auch in Schmittweiler am

besten ist‘s ich habe immer Arbeit.


Arbeit macht das Leben süß

Macht es nie zur Last.

Der nur hat Bekümmerniß

Der die Arbeit haßt. _


Sehr oft denke ich an Mina

im Geiste kann ich sie sehen so herzlich

lachen, wenn Ihr über Krakau sprecht.

Als Kind war sie einmal auf Besuch

von Blechhammer nach Otterberg gekomen

da war sie ganz erstaunt und lachte

so über die Fenster, welche ihr alle so

winzig klein vorkamen. Kurz, wir

waren damals so gut aufgelegt über

alles zu lachen, daß die Tante Bitz über

uns Spottmäuler schellten mußte.

Bitte grüße Mina recht herzlich und sein Mann und sei du

1000 mal gegrüßt und geküßt von

Deiner treuen

Schwester Malchen


  • ← Previous Item
  • Next Item →
Wunderbar Together logo
German Historical Institute logo

  • ©2021 German Historical Institute Washington DC. All rights reserved.
  • Privacy Policy
  • Impressum
  • Site by Artefacto