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Amalia Haas to Eugen Klee, May 11, 1894

Amalia Haas to Eugen Klee, May 11, 1894, p. 1
Amalia Haas to Eugen Klee, May 11, 1894, p. 2
Amalia Haas to Eugen Klee, May 11, 1894, p. 3
Amalia Haas to Eugen Klee, May 11, 1894, p. 4

Author

Amalia Klee (Haas)

Recipient

Eugen Klee

Date

May 11, 1894

Description

Letter from Amalia Haas to Eugen Klee, May 11, 1894. Amalia Haas was the sister of Eugen Klee, and the wife of Heinrich Haas.

Type

letter

Language

German

Tags

1890-1899, transcription under review

Source

Eugen Klee Papers

Collection

Eugen Klee Papers (HSP)

Repository

Historical Society of Pennsylvania

Citation

“Amalia Haas to Eugen Klee, May 11, 1894.” Eugen Klee Papers, Historical Society of Pennsylvania, accessed from German Heritage in Letters, March 12, 2026, https://germanletters.org/items/show/1790

Original text


Schmittweiler, den 11. Mai 1894 Lieber Eugen!

Wir befinden uns alle recht wohl was wir auch Dir von Herzen wünschen. Gestern feierten wir den 30. Geburts- tag von Malchen wie gewöhnlich, d.h. ganz einfach. Bis 21. Mai ist der 62. Geburtstag der lieben Mutter - u. bis d. 22. Mai ists schon ein Jahr, daß sie gestorben ist. Wir wollen ihr ein liebevolles Andenken bewaren u. nie vergessen was sie Gutes an uns gethan hat. Ihre Ruhestädte habe ich von Herrn J. Kraus einfassen lassen mit einer Ge- denktafel versehen: Hier ruhet Marga- retha (cancelled word "Zimmer") Klee geb. Zimmer geb. den 21. Mai 1832 gest. den 22 Mai 1893. Wir können also zu jeder Zeit u. nach Jahren ihre Ruhestadte besuchen. Schon zwei Briefe und ein Paquet mit einem Brief, Musikalien u. Bücher, habe ich an Dich abgesandtet und noch kein Returschreiben

[page 2]

von Dir erhalten. Den Wert habe ich zu vierzig Mark angegeben. Ob Du Ge- nanntes nicht erhalten hast, oder ob Du nicht schreiben wolltest oder konntest ist mir unbekannt u. ersuche Dich deshalb freundlichst mich hierüber in Kenntnis zu setzen. Ich habe Dir geschrieben, daß ich Dir Geld schicken wolle, wenn Du es verlangst. Hierüber hast Du geschrieben das Du kein Geld haben wollst u. Dein Vermögen wie es mir scheint, lieber hier lassen willst. Doch hast Du ange- deutet, daß Du Dein Geld für Musika- lien, Piano, Kleider pp verbraucht hast. (:oder vielleicht nicht gerlangt hat:). Ich will Dir deßhalb heute Vierhundert Mark schicken durch Postanweisung und bleiben Dir noch um Paulinchen u. Malchen gleich zu stellen Eintausend Mark, die ich Dir auch zu jeder Zeit schicken will. Deine Zwei Schuldscheine von Zweihundert fünfzig Mark nebst Zinsen bis zum 30. August 1893, mit dreißig Mark fünf u. sechszig Pfennige

[page 3]

sind mit eingerechnet und dann ver- bleibt Dir noch Dein väterliches Ver- mögen. Bei den besagten Eintau- send Mark hat Herr Umminger laut Anweisung noch fünfhundert fünfundsiebenzig Mark sechs und neunzig Pfennige heute in Händen, die ich zu fordern habe. Deine gesteigte Möbel pp befinden sich beim Malchen worüber Du noch zu verfügen hast. Die Vorem- pfänge waren bei Paulinchen am Todestage der Mutter 4006,29 M; Zinsen bis zum Normaltage den 11. Nov. 1893 = 94,28 M = 4100,57 M. Malchen erhielt ebensoviel und für Dich habe ich ebensoviel gerechnet. Ich habe es gewagt direkt an Dich zu schreiben, da das Militär befriedigt ist u. sonst nichts im Wege steht. Dessen ungeachtet hat doch der Heinrich sich als Absender auf der Post in Meisenheim sich einschreiben lassen. Schreibe mir doch sogleich ob Du diesen Brief und die Vierhundert Mark erhalten hast, denn wir sind sehr bedenklich bei der ersten Geldsendung

[page 4]

Wir wünschen Dir das beste Wohlergehen und beim Preissingen in New York den 19 Juni den besten Erfolg. Für das freundliche Entgegenkommen der Familie Riess sei recht erkenntlich und grüße sie recht herzlich in unserem Namen. Auch mit den andern Verwandten halte innige Freundschaft u. schreibe auch was August macht. Grüße sie ebenfalls recht innig in unserem Namen. Wir verleben die Zeit, so gut wir können und so mache es auch, bis wir uns wiedersehen, hier oder bei Dir, und willst Du wiederkommen, so bist Du willkommen. Empfange noch die herzlichsten Grüße von Malchen, Heinrich, Eugenchen und Deinem Vater Klee Lieber Schwager! Wir befinden uns alle recht wohl und wünschen, solches auch von Dir. Ich habe an den schönen freien Nachmit- tagen oft Gelegenheit Ausflüge per Rad zu machen, habe auch kürzlich die Verwandten auf der Dammühle und Herrn Blechhammer per Rad besucht. Nächstens werde ich Dir, einmal mehr schreiben. Bisher habe ich Vater das Vergnügen, an Dich zu schreiben, nicht nehmen wollen. Ich bitte Dich aber, in Zukunft uns etwas fleißiger schreiben zu wollen, den, die Sehnsucht nach einem Brief von Dir ist immer sehr groß. Nehme mir darum meine Bitte nicht übel. Herzliche Grüße, auch an Fam. Riess Dein Dich liebender Heinrich Meinen Gruß: Eugenchen-Path. die herzl. Grüße sendet Malchen an Euch alle.


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