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Eugen Haas to Eugen Klee, August 13, 1911

Eugen Haas to Eugen Klee, August 13, 1911, p. 1
Eugen Haas to Eugen Klee, August 13, 1911, p. 2
Eugen Haas to Eugen Klee, August 13, 1911, p. 3
Eugen Haas to Eugen Klee, August 13, 1911, p. 4

Author

Eugen Haas

Recipient

Eugen Klee

Date

August 13, 1911

Origin

Heuchelheim, Pfalz

Description

Letter from Eugen Haas to Eugen Klee, August 13, 1911. Eugen Haas was the nephew of Eugen Klee.

Type

letter

Language

German

Tags

1910-1919, transcription under review

Source

Eugen Klee Papers

Collection

Eugen Klee Papers (HSP)

Repository

Historical Society of Pennsylvania

Citation

“Eugen Haas to Eugen Klee, August 13, 1911.” Eugen Klee Papers, Historical Society of Pennsylvania, accessed from German Heritage in Letters, March 12, 2026, https://germanletters.org/items/show/1788

Original text

Mein lieber Onkel!

Wohlbehalten bin ich gestern

Abend 1/2 10 Uhr in der Heimat

angelangt. Eugen fuhr mit bis

Frankenthal. Es hatte lange ge=

dauert, bis ich den Abschied von dir

und allem, was mir sonst lieb und

wert war, vergessen oder wenig=

stens einigermaßen überwinden

konnte. Es war doch eine gar zu

schöne Zeit, die mir ewig in Er=

innerung sein wird.

[page 2] Hier hat sich inzwischen

nichts Neues zugetragen; nur das

Eine; daß meine Ernennung zum

selbstständigen Hilfslehrer eingetroffen

ist. Ich bin, wie mir Herr Inspektor

mitteilte, einer der ersten Aushilfs=

lehrer, die die Ernennung bekamen.

Meine Besuche habe ich teilweise schon

gemacht und ist man über

mein gutes Aussehen recht ver=

wundert. Heute Morgen hielt

ich Sonntagschule und heute Mit=

tag versah ich den Gottesdienst, da

Herr Kirschner abreisen mußte.

Bei dem „Kleeblatt“ herrscht große

Freude. Deine Grüße auf der

Karte von heute Morgen habe

[page 3] ich bestellt. Wenn dieser

Brief beendet ist, werde ich in

Elisabeths Gartenhaus Bericht erstat=

ten müssen.


Was macht denn die arme

Alice? Sie wird wohl ganz trost=

los sein. Beiliegend einige Zeilen

für sie. Sei so gut, lieber Onkel,

und gebe ihr dieselben.


Beiliegend sende ich dir

auch das Lied „Der Friedhof am Kirch=

lein“. Hebe es gut auf und sende

es gelegentlich einmal zurück.

Vielleicht reizt es dich zur eigenen Kompositionen.

Du wirst Dir jetzt die Zeit

in dem schönen Interlaken noch

[page 4] recht angenehm machen. Ich

wünschte ich könnte und dürfte

noch an deiner Seite weilen, weniger

darum, um all die Schönheiten

mitzuschauen, als bei dir zu sein.

Wir sind doch noch die Einzigen

einer Familie, die übrig sind, und

wir müssen zusammengehören

und ich werde allen Trennungs=

versuchen nur noch stärkeren Wider=

stand bieten. Dieses Zusammen=

sein mit dir hat das Bewußtsein

der Zusammengehörigkeit neu

gestärkt und belebt

und werde ich für immer

sein

Dein dankbarer und treuer

Eugen

Grüße an alle!


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