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Raster family letter, October 30, 1871

Raster family letter, October 30, 1871, p. 1
Raster family letter, October 30, 1871, p. 2

Recipient

Hermann Raster

Margarete Oppenheim (Raster)

Date

October 30, 1871

Origin

Dessau, Anhalt

Destination

Chicago, Illinois

Description

Raster family letter, October 30, 1871.

Type

letter

Language

German

Tags

1870-1879, transcribed

Source

Hermann Raster Papers

Collection

Raster Family Letters

Repository

Newberry Library

Citation

“Raster family letter, October 30, 1871.” Hermann Raster Papers, Newberry Library, accessed from German Heritage in Letters, March 12, 2026, https://germanletters.org/items/show/1594

Original text

[page 1 (sheet 1):]

Dessau d. 30/10 71

Meine Lieben!

Heute Vormittag haben wir Eure Briefe
vom 11ten und 12ten aus Chicago erhalten
und sind unendlich glücklich, Euch gesund und wohlgeborgen zu wissen. Mit Euch teilen wir die Hoffnung auf die Zukunft und sind sicher, daß in
nicht allzu langer Zeit die Nachwehen
dieses furchtbaren Ereignisses gänzlich
verwischt sein werden. Unsere liebe
Mathilde wird sich, deß bin ich überzeugt, auch bald fassen und frischen Muth gewinnen. Der Brief ihres Vaters, den sie über alles liebt, hat einen niedergeschlagenen Eindruck gemacht,
insbesondere weil sie fürchtet, daß er sich übermäßig anstrengen und seine Kräfte erschöpfen wird. Ich habe ihr Muth zugesprochen und hoffe, sie bald in alter Fröhlichkeit und Heiterkeit wieder zu finden. Was Deine

[page 2 (sheet 1):]

Bestimmung, lieber Raster, betrifft,
die Unterrichtsstunden aufzuheben;
erlaube mir einstweilen deren Ausführung aufzuschieben, da die bisherige Thätigkeit unserer Mathilde kein Hinderniß ist, daß sie das Schneidern, Kochen etc erlernt. Du brauchst Dir wegen der Kosten keine Unruhe zu machen; es ist mir eine Freude Alles was Mathilde braucht, für Dich anzulegen. Auch haben wir außer den ersten 60z nichts mehr auf den Kredit-brief entnommen und wird dies auch nur geschehen, wenn Du es ausdrücklich anordnest und es Dich in keiner Weise genirt.

Mein liebes Gretchen! Ich freue mich,
daß Du die Schreckenstage glücklich überstanden hast und mit Muth und Zuversicht in die Zukunft siehst. Bald wird vieles was trübe aussieht, sich klären und was jetzt vernichtet und verloren scheint, Euch wiedererstehen.

Dir mein liebes Trutchen, die mir eine
Heldin [illegible insertion:][?]warst[/?][/illegible insertion] ein Schutzengel an der Seite ihrer Rh[illegible]
steht [word torn away]] viele Grüße [?]An ehrlicher K[illegible][/?]

Tausend, tausend Grüße für Euch [?]trotzdem[/?]

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