• Contributor Login
  • Transcriber Login
  • Register as a Contributor
Menu
  • german heritage in letters logo
  • News
  • Share Your Letters
  • Help Transcribe
  • Explore Collections
  • Browse Letters
  • Search

Isaac Schweitzer to Schweitzer family, May 23, 1869

Schweitzer_1048_0001.jpg
Schweitzer_1048_0002.jpg
Schweitzer_1048_0003.jpg
Schweitzer_1048_0004.jpg
Schweitzer_1048_0005.jpg
Schweitzer_1048_0006.jpg

Author

Isaac Schweitzer

Recipient

Hirsch Schweitzer

Marie "Malchen" Bernheim (Schweitzer)

Ernestine Schweitzer

Louise Schweitzer (Durlacher)

Date

May 23, 1869

Origin

Fincastle, Va.

Destination

Mühringen, Baden-Württemberg

Description

Letter from Isaac Schweitzer to the Schweitzer family, May 23, 1869.

Type

letter

Language

German

Tags

1860-1869, English available, transcribed

Source

Schweitzer-Guggenheimer Letter Collection

Collection

Schweitzer-Guggenheimer Letter Collection

Repository

Peter Schweitzer collection

Citation

“Isaac Schweitzer to Schweitzer family, May 23, 1869.” Schweitzer-Guggenheimer Letter Collection, Peter Schweitzer collection, accessed from German Heritage in Letters, March 12, 2026, https://germanletters.org/items/show/106

Original text

Fincastle, Va, May 23/1869

Liebe theure Eltern und l. Schwestern.

Euer Werthes habe ich mit freuden erhalten obschon wie Du l. Mutter selbst schreibst es länger als gewöhnlich auf sich warten lies, freute mich Euer beßtes Wohl zu sehen und kann ich Gott sei Dank das Gleiche meinerseits sagen, hoffe daß Ihr bei dieser Zeit meine vorhergehende Briefe werdet erhalten haben.

Ich bedaure sehr daß Du l. Vater schreibst die Geschäfte sind in Württemberg schlecht + Geld rare hoffe daß es bald sich ändern wird. Auch hier sind die Geschäfte noch nicht sehr gut +Geld sehr rare es ist in ganz Amerika daß die Geschäfte schlecht sind + wahrscheinlich auch nicht beßer werden bis die Ernte vorbei ist auch ist in diesem State die Politik nicht in Ordnung weshalb die Geschäfte nicht so gut sind wie es gewöhnlich ist. ich habe z. B. als ich hier anfieng in einem Monat 1000 Dollar baar Geld gelöst & jetzt manchmal blos 500 bis 600 Dollar das ist ein großer Unterschied.

Du schreibt l. Vater ich habe für Niemand zu sorgen wie für mich selbst, da werde ich es wohl nicht schwer haben, das ist richtig[.] Genug jedoch versichere ich Euch l. Eltern, daß damit allein es mir nicht geholfen ist. Es ist ein leichtes für mich ein Leben zu machen, ich dürfte jedoch wenn es Gottes Wille weiter kommen + etwas ersparen, so daß wenn ich mit Gottes Hülfe wieder Euch besuchen werde ich in Stande bin ein Geschäft anzufangen + Euch behülflich sein. Ich habe versprochen der l. Bertha 1000 fl. zu schicken zur Mitgift da will ich mein Versprechen halten Du weist aber l. Vater wenn man ein Geschaft treiben will so geht es nicht gut ohne Capital. Als ich hier anfing ich hatte nichts + mußte die Waare on Credit kaufen. Onkel Sal. hatte einige 100 Dollar welche aber seither schon lange wieder zurück hat. Der Credit hier ist kurze Zeit 30, 60, 90 Tage da heißt es aufgepaßt, zu bezahlen.

Ich probier wie in meinem Vorigen schon bemerkt von hier weg zu kommen, da ich nicht genug verdienen kann hier mit Onkel da er + seine Familie zuviel brauchen, daß das Capital sich auf keinen Fall vermehren kann, daß ich sagen konnte in 1 oder zwei Jahren ich habe die Waare am Lager schuldenfrei,

Du l. Vater schreibst solle in Fincastle noch ein Geschäft anfangen das würde nicht guth thun würde mich schämen für meine Kunden. Die Gegend wo ich hinziehen will im Süden ist nicht ungesundt + werden gute Geschäfte dort gethan, wenn es Gottes Wille ist daß ich Jemand finde der Geld hat + ein Company Geschäft anfangen will. Ich habe einen Fehler gemacht daß ich damals nicht angefangen habe mit dem Client [?] in Lexington hette es auch gethan, da aber Guggenheimer mir sagte er habe von seinem Bruder Brief gehabt + wollen ein Geschäft anfangen so dachte es würde mir beßer gefallen, der Mann hatte deshalb mit einem anderen angefangen.

Guggenheimer in Phila thut auch keine gute Geschäfte + hat nicht viel Muth + so steht es noch wie es war. Ich denke in kurzer Zeit noch Philada zu gehen und werde mündlich mit Leuten sprechen + parlieren im Herbst ein neues Geschäft anzufangen. Mit Familie Guggenheimer hier bin ich l. Mutter ganz auf gutem Fuße sogar esse ich auch dort seit kurzer Zeit da es mich weniger kostet, ich bin dort zu Hause geworden wie bei Euch l. Eltern ich gehe + komme wen ich will da man hier in Amerika keine Vergnügen hat so ist meine Unterhaltung am Sonntag das spazieren reiten Mr. Guggenheimer hat 5 schöne Pferde + da kann ich reiten welchen ich will, es ist sehr gesund für mich, da man nun die Woche durch im Store steht soll ein junger Mann auch Bewägung haben aber laufen ist hier nicht Mode, ich nehme oft den kleinen Buben mit ist 3 Jahre alt (Charles) oder Karl, der Bube denkt alles von mir heute früh nach dem Essen sage ich gib mir ein Kuß er that so da sagte er ich muß mit ihm fort reiten oder er küßt mich nicht mehr. + wir gingen nach Mr. + Mrs. Guggenheimer denken die Welt von dem Buben + je mehr daß ich mit ihm ausreite desto lieber ist es der Mutter.

[Hebrew, Shavuot] ist gut vorüber gegangen + haben wir den beßten Käß Kuchen gehabt beßer als wie in ganz Mühringen, da Gugg. hat nicht weniger als 45 bis 50 Kühe + junges Vieh. Es waren hier über [Hebrew, Shavuot] Henry Heilbroner + noch ein ander [Hebrew ?] der früher 7 Meilen von hier gewohnt hat. Henry Heilbroner ist [Hebrew] verlobt zu Bertha Schwarz das ist das aller neueste so viel ich weis, hat Henry Bertha sehr gern aber glaube nicht daß Bertha Henry gern hat. was ich von ihr höre kann ich sprechen, ihre Verwandte waren alle daß sie sich soll verloben zu ihm da es nicht so glänzend aussieht Parthie zu thun. was auch so ist. Ich gratuliere beiliegend auch ich Euch allen wenn es angenommen ist. Henry klagte auch sehr wegen schlechte Geschäfte wird noch nicht heirathen bis gegen Winter will warten auch etwas da Switzer Heilbroner sehr viel schuldig sind noch von vor dem Kriege + kaum bezahlen kenen ------saget aber Niemand von Berthas Verwandten daß das die Ursache ist. Ich halte es meine Schuldigkeit es Euch wissen zu laßen daß Onkel Henry nicht reich sind. Hoffe aber es bald werden wollen-------- wie wir alle

Simon ist auf Besuch in Lexington kommt Dinstag zurück. Inliegend eine kleine Note von Mr. + Mrs. Guggenheimer. Ich habe auch seit einigen Wochen Zucker waare eingelegt verkaufen sehr gut + ist ein guter Provit ein Paket 20 cts bekomme 40-50 dafür. auch Citronen + Orangen, man probiert sein möglichstes um Geld zu vedienen es ist aber nicht gleich baar Geld sondern man hat blos Waare, wenn ich baares Geld hätte für was zu mir zu kommen ist so hätte ich Euch schon Geld geschickt einstweilen bis alles beisamen ist für die l Bertha.

L. Louise sei so gut + grüße die Preßburger + Feigenheimer + hoffe daß Du + die l. Ernestine gute Geschäfte thun werden diesen Sommer in Immenau da Ihr die Waare wie ich hoffe billig gekauft habet in Nürnberg. Ich habe noch nichts gehört von Samson ob er fort ist.

L.Vater wie ist es mit den Militer Gesetzen, kann ich z.B. nach Deutschland gehen wenn ich will das ist blos eine Frage ohne daß das Gesetz mir etwas in den Weg legen kann. Ich habe noch keine Antwort von Elise Ihr Bruder schreibt mir daß er gute Geschäfte thut + kann Geld werth sein vielleicht aber ist er auch nur reich an Waaren. Das nimt einige Zeit zu Geld zu machen.

Ich habe nichts mehr zu sagen für heute lebet recht wohl + gesund + thut gute Geschäfte wie es möchte Euer gehorsamer Sohn + Bruder
Isaac Schweitzer

Grüße an alle Verwandte + Bekannte

[page 1, top margin] Ich werde in meinem nachsten die Photographie von Mr. Guggenheimer schicken.

[page 1, left margin] Dieses mal habt Ihr viel zu lesen. Grüß an Emil alas Elias.

[page2, left margin see page 3]

[page 3, left margin including continuation on page 2]
L. Mutter ich hoffe daß dieser Brief keiner Kritik unterworfen wird da wenn man im Geschäft ist + Buch sorgen muß dafür man manchesmal viel zu denken hat. Deßhalb nicht so geregelt schreiben kann.

[page 5, continued from page 6 left margin] Onkel Joseph habe ihm geschrieben daß er dir schreiben soll l. Vater

[page 6, left margin] Onkel + Familie laßen Euch grüßen ich schreibe öfter zu
[continued on page 5 left margin]

Transcribed by Renate Evers

English text

Fincastle, Va., May 23, 1869

Dear esteemed parents and dear sisters!

I received your dear [letter] with joy although I had to wait longer than usual as you, dear mother, wrote yourself. I was glad to see your best wellbeing and can say the same on my part. I hope that you will have received my previous letters in the meantime.

I am very sorry that you, dear father, write that business is bad in Württemberg and money rare I hope that it will change soon. Business here is still not very good and money very rare. Throughout America business is bad. Probably it will also not be better until the harvest is over. Politics is also not in order in this state therefore business is not as good as usual. When I started here for example I earned $1,000 in cash in a month now sometimes merely 500 to 600 dollars, this is a big difference.

You wrote, dear father, that I have to care for nobody but myself, therefore I probably do not have a hard life, this is correct. However, I assure you, dear parents, that this alone is not helpful. It is easy to make a living for myself. I should however advance if this is God’s will and save money so that when I visit you again with God’s help I would be able to start a business and to be of help to you. I promised to send 1000 fl to dear Bertha for her dowry and I want to keep my promise. But you, dear father, know if you want to run a business it won’t go well without capital. When I started here I had nothing and I had to purchase merchandise on credit. Uncle Sal had several hundred dollars that have long since been returned. Credit here is short-term, 30, 60, 90 days, you have to be on your guard to pay.

As noted in my previous [letter] I am trying to go away from here because I cannot earn enough here with Uncle since he and his family need too much so that by no means the capital can increase so that I could say that in one or two years I have the commodity in stock debt free.

Dear father, you write that I should start another store in Fincastle. That would not be good, I would be ashamed for my customers. The area where I want to move in the South is not unhealthy and good business is done there if it is God’s will that I will find somebody who has money and wants to start a company. I made a mistake that I did not start [a business] at that time with the client [?] in Lexington. I would have done it but since Guggenheimer told me that he had a letter from his brother who wanted to start a business I thought I would like it better. Therefore the man started with somebody else.

Guggenheimer in Phila also does not do well in business and he does not have much courage and so it is still as it was. I think I will go to Philada in a short while and talk to and chat with people in person and start a new business in fall. With the Guggenheimer family here, dear mother, I am on good terms. I even eat there as of recently, since it costs me less. I am at home there like with you, dear parents, I go and leave when I want. Since there is no entertainment in America my entertainment is riding on Sundays. Mr. Guggenheimer has 5 beautiful horses and I can ride which one I want, it is very healthy for me. Since one stands in the store all week long a young man should also do exercise but going for a walk is not in fashion here. Often I take the little boy with me, he is 3 years old. (Charles) or Karl – the boy holds me in high esteem. This morning after the meal I asked him to give me a kiss, and he did. Then he said that I have to ride with him otherwise he would not kiss me again. We went to Mr. and Mrs. Guggenheimer, they think the world of him. The more I ride with him the more his mother likes it.

שבואת [Shavuot] passed well, we had the best cheese cake, better than in all of Mühringen since Gugg[enheimer] has no less than 45 to 50 cows and young cattle. Henry Heilbroner was here during שבואת [Shavuot] as well as another יהועדע [Yehudah, Jew] who used to live 7 miles from here. Henry Heilbroner is chassen [Hebrew, engaged] to Bertha Schwarz, that is the latest news. As far as I know Henry likes Bertha very much but I don’t think that Bertha likes Henry. I can tell what I hear from her. Her relatives were all [in favor] that she should get engaged to him since it does not look promising to marry up. That is indeed so. Enclosed I congratulate all of you when it is accepted. Henry complains also about the very bad business. He won’t get married before winter, he will also wait since Switzer[s?] owe(s) Heilbroner a lot still from before the war and can hardly pay ------ Don’t tell any of Bertha’s relatives that this is the cause. I think it is my duty to let you know that [neither] Uncle [nor] Henry is rich. I hope to become [rich] soon -------- like all of us.

Simon is on a visit to Lexington, he will be back on Tuesday. Enclosed a little note by Mr. + Mrs. Guggenheimer. For a few weeks I have preserved confectionary, it sells very well and provides a good profit. I get 40-50 [cents] for a 20 cents package. [I] also [tried] lemons and oranges, one tries the utmost to earn money. It is however not immediately cash but one has merely merchandise. If I had in cash what should come to me I would have already sent you money for the time being until everything is ready for dear Bertha.

Dear Louise, be so kind and give my best regards to the Pressburgers and Feigenheimers. I hope that you and dear Ernestine will do good business in Immenau this summer since you bought the merchandise for a good price as I hope in Nuremberg. I have not heard from Samson if he has left.

Dear father, what about the military laws, can I e.g. go to Germany when I want - this is merely a question without the law putting something in my way. I still have no answer from Elise. Her brother wrote to me that he is doing good business and that can be worth money but perhaps he is also only rich in commodities. It takes a while to make money.

For today I have nothing else to say, be well and healthy and do good business like your obedient son and brother
Isaac Schweitzer
wants to do as well.

Greetings to all relatives and acquaintances.


[page 1, top margin] I will send the photograph of Mr. Guggenheimer in my next [letter].

[page 1, left margin ] This time you have lot to read. Best regards to Emil alias Elias.

[page 2, left margin see page 3]

[page 3, left margin including continuation on page 2]
Dear mother I hope that this letter is not subject to criticism because when you are in a store and look after the books one has sometimes a lot to consider. Therefore I cannot write so clearly [or regularly (ambiguous expression)].

[page 5, continued from page 6 left margin ] Uncle Joseph. I wrote to him that he should write to you dear father

[page 6, left margin] Uncle and his family send their best regards. I often write to [continued on page 5 left margin]

Translated by Renate Evers


  • ← Previous Item
  • Next Item →
Wunderbar Together logo
German Historical Institute logo

  • ©2021 German Historical Institute Washington DC. All rights reserved.
  • Privacy Policy
  • Impressum
  • Site by Artefacto