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Isaac Schweitzer to Schweitzer family, October 4, 1868

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Author

Isaac Schweitzer

Recipient

Hirsch SchweitzerMarie "Malchen" Bernheim (Schweitzer)Ernestine SchweitzerLouise Schweitzer (Durlacher)

Date

October 4, 1868

Origin

Fincastle, Va.

Destination

Mühringen, Baden-Württemberg

Description

Letter from Isaac Schweitzer to the Schweitzer family, October 4, 1868.

Type

letter

Language

German

Tags

1860-1869, English available, transcribed

Source

Schweitzer-Guggenheimer Letter Collection

Collection

Schweitzer-Guggenheimer Letter Collection

Repository

Peter Schweitzer collection

Citation

“Isaac Schweitzer to Schweitzer family, October 4, 1868.” Schweitzer-Guggenheimer Letter Collection, Peter Schweitzer collection, accessed from German Heritage in Letters, March 12, 2026, https://germanletters.org/items/show/102

Original text

Fincastle October 4th/1868

Liebe theure Eltern + Schwestern!

Ich erhielt während in Philada das Ueberschickte durch Elise sowie auch den Brief samt Photographien + sind solche nach meiner Erinnerung nicht sehr gut, hoffe, daß auch Ihr alle meine Briefe erhalten habet den welchen ich von Lexington aus geschrieben.

Die Feiertage sind gut vorüber gegangen Rosch Haschana war ich in Philada + Yom Cippur hier habe Nachts noch den Store aufgemacht 35 Dollar eingenommen. Hoffe daß auch bei Euch die Feiertage gut + zufrieden vorüber gehen, es ist heute [Hebrew, probably Sukkot] ist aber blos schön in Deutschland da man in Amerika nichts davon sieht.

Ich habe Euch in einem vorigen angezeigt daß ich nach Salem ziehen werde diesen Plan habe aber wieder aufgegeben, indem ich etwas wo ich denke mich beßer behagt, habe davon bemerkt in meinem Brief von Lexington, nämlich daß Onkel Abraham mich in Lexington haben will. Salem ist wie ich weis ein ziemlich guter Platz für Geschäfte, jedoch hatte ich mir doch eine neue Kundschaft gründen müßen, dagegen Lexington bin ich schon überzeugt daß es ein sehr guter Platz ist + habe alte 15jährige Bekantschaft schon in das Haus gezogen wo Onkel Store haltet, auch hatte es sich nicht gut gethan wenn Henry fort wäre da er immer die Bücher gehalten + Onkel gar kein Schreiber ist so wäre viel vernachlaßigt worden, Onkel Abraham hat mir den Vorschlag gemacht während wir in Baltimore waren + Waare ein- kauften, ich solle nicht nach Salem gehen sondern er will mich als Theilhabe[r] aufnehmen, was mir ganz erwünscht ist, Onkel ist ein schwacher Mann + kein gelernter Kaufman + Henry ist etwas nachläßig deshalb nimmt er um große Geschafte zu thun wie man sie in Lexington ohne Mühe jedoch mit Verstand thun kan einen jungen fleißigen Mann.

Habe Gelegenheit in Lexington in einem Jahr 2000 bis 2500 Dollars zu überlegen + bin dabei auch der Prinzipal vom ganzen Geschäfte, da ich die Einkaufe besorgen werde. Onkel sah daß ich 10 pcent billiger kaufen kann als ich [sic] . Ich werde bis ohngefahr 15ter December noch hier bleiben um Alles in Ordnung zu halten indem Onkel Sal. + Familie in 10 Tagen hierher ziehen werden weßhalb ich meine Augen offen haben muß um das meinige in Sicherheit zu haben. Ich habe vielen Respeckt, den ich für Onkel Salomon hatte verloren, jedoch habe ich ihm gezeigt daß ich ihm gewachsen bin, ich bin froh sobald ich mit ihm nichts mehr in Geschäftsangelegenheiten zu thun habe, indem mir seine Handlungsweise nicht gefällt, sondern hoffe auf ehrlichem Wege durch Fleiß + Sparsamkeit weiter zu gelangen als er mit all seinem Schwindel, ich muß auch Onkel Ab. + Henry helfen aus einer Knote [?] zu kommen den Onkel Sal. für sie gesponnnen [?] hat.

Ich habe so viel Waare gekauft als ich nöthig hatte so daß ich nichts mehr schuldig bin wenn ich von Fincastle fort gehe, denn ich möchte meinen Namen nicht gebrauchen laßen, wenn ich fort bin. was ich auch Sal in Philada sagte, er hat gesehen daß ich ihm nicht weiter traue als ich sehe. er wird daher das Geschaft auf Simons Namen führen indem er selbst nicht kann. Ich bin Gott sei Dank seit meiner Nachhause Kunft mit den Geschäften ziemlich zufrieden + hoffe bald sehr gute [sic] zu thun da der Winter beßer ist als der Sommer.

Guggenheimer freuen sich daß ich noch einige Monate bei Ihnen hier bleiben haben mich lieber als Onkel, thun alles was ich nur verlange. ebenso die in Philada habe oft dort gegessen.

Ich fühle Gott sei Dank sehr gesund + wohl. Hoffe dasselbe von Euch bald wieder zu hören schreibet Eure Briefe hierher die andern die Ihr nach Salem geschrieben habe ich hierher geordert. Ich möchte Euch allen gern Winter Kleider schicken ist aber zu weit will solche einmal selbst bringen. Habe schöne Oberröcke + Anzüge auch feinen Pelz für Damen, ich habe beinahe alles was Manner + Frauen gebrauchen, habe viel zu arbeiten. Die Waare marken + verkaufen Guggenheimer sagen wenn ich fort bin thut Onkel nicht mehr so viel wie ich gethan habe Habet Ihr nicht gut gethan in Imnau?

Habe Elise noch nicht geschrieben aus Mangel an Zeit weis nicht ob sie noch in New York ist oder bei ihrem Bruder. Ich werde Euch bald wieder schreiben und mehr deutlich, habe in Philada einen jungen Mann getroffen der mit mir auf dem Schiff war + in demselben Zimmer schlief hatten eine große Freude, auch habe die zwei Söhne von Meyer Levis in Carlsruhe Schwester Söhne von Wormser getroffen die konnten sich nichts als verwundern, so trifft man viele Menschen an.

Was Elise schreibt daß Ihr Amerika so gut gefällt so ist das kein Wunder wenn man nichts zu thun hat als faulenzen, wenn aber ein Mädchen dienen soll + arbeiten so ist es noch besser in Deutschland sein als in Amerika sie findet es auch anderst. Amerika ist für Damen gar nichts die nicht gleich verheirathet oder verlobt sind dagegen für fleißige Männer ist es der einzige Platz der Welt wo man sich schnell empor- schwingen kann zum Manne. Es ist zum Vortheil jedes jungen Mannes in Amerika gewesen zu sein dann kann er sagen er hat die Welt gesehen + kennen gelernt + weis was er von den Menschen zu denken hat.

Ich danke für das Ueberschickte, jedoch blos die Geld [?] [illegible] hat meinen Beifall erhalten. Die andern Sachen sind nicht nach Amerikanischem Stiel, ich habe die Schuhe Moden Guggenheimer gegeben da das kaum etwas lächerliches ist.

Wenn Ihr zu der l. Bertha schreibt grüßet solche ich werde ihr sobald ich Zeit habe auch schreiben. Behaltet alles was ich Euch schreibe zu Euch selbst. Grüßet mir alle Verwandten in Horkheim Konigsbach Mühringen + alle die Eure Kunden sind. Euren recht baldigen Brief entgegensehend

verbleibe für Euch liebende Sohn + Bruder
Isaac Schweitzer

Schreibt auch wieder nach Lexington jedoch braucht noch nicht von vorher gesenden.

Grüße von Guggenheimer + alle unsere andern Verwandten. Es kann sein daß Bertha Schwarz auch hierher kämet wird ihr aber nicht behagen da Fincastle kein Platz ist wo Deutsch gesprochen wird. + sie kaum etwas englisch [illegible] geht mich aber alles nichts an.

Transcribed by Renate Evers

English text

Fincastle, October 4th, 1868

Dear esteemed parents and sisters:

When I was in Philada I received your shipment through Elise and also the letter including photographs which are not very good according to my recollection. I hope that you also received all my letters [especially the one] that I wrote from Lexington.

The holidays passed by very well. On Rosh Hashanah I was in Philada and on Yom Kippur here. On the very same night I opened the store and took in $35. I hope that the holidays will also pass by well and satisfying for you. Today is Chol Hamoed [Hebrew] but it is merely nice in Germany since you don’t see anything of it in America.

In my previous [letter] I indicated that I wanted to move to Salem but I have abandoned this plan again since I [have] something that suits me better. I noted it in my letter from Lexington, namely that Uncle Abraham wants to have me in Lexington. Salem is a pretty good place for business as far as I know but I still had to build a new customer base, whereas I am already convinced that Lexington is a very good place. I had already attracted old acquaintances of 15 years to the house where Uncle has his store. Besides, it would not have been good if Henry had left because he has always kept the books and Uncle is not a clerk, this way much would have been neglected. Uncle Abraham made the proposal to me when we were in Baltimore and bought commodities. I should not go to Salem instead he wants me to become his partner, which is quite desirable for me. Uncle is a weak man and not a trained merchant and Henry is a little bit careless. Therefore he takes on a young diligent man in order to do big[ger] business as you can do it in Lexington without effort but with sense.

I have the opportunity to make $2000 to $2500 dollars in Lexington in a year. I will be the principal of the whole business since I will take care of the acquisitions. Uncle saw that I can buy 10 percent cheaper than me [sic]. I will stay here approximately until December 15 to keep everything in order since Uncle Sal. and family will move here in 10 days. Therefore I have to keep my eyes open in order to have my [things] secured. I have lost a fair bit of respect that I had for Uncle Salomon, but I showed him that I can measure up to him. I will be happy when I won’t have anything to do with him in business matters any longer since I don’t like his conduct. But I hope that with honesty through diligence and thrift I will get further than he did with all his scams. I also have to help Uncle Ab. and Henry to untie the knot [?] that Uncle Sal. spun [?] for them.

I bought as many goods as necessary so that I do not owe anything when I leave Fincastle because I do not want my name to get misused when I am gone. I also said this to Sal. in Philada, he saw that I don’t trust him any longer. Therefore the business will be in Simon’s name since it cannot be in his name. Since my homecoming I am thank God quite happy with the business and I hope that I will have a lot to do soon because the winter is better than the summer.

Guggenheimers are happy that I will stay a few more months here with them. They like me better than Uncle, they do everything I ask for. Likewise the ones in Philada I have eaten there often. I feel, thank God, very healthy and well. I hope to hear soon the same of you again. Write your letters to here, I requested the letters that you sent to Salem to [be sent to] here. I would like to send winter clothes to all of you but it is too far, one day I will bring such things myself. I have beautiful coats and suits, also fine furs for ladies, I have almost everything that men and women can use, I have a lot of work to do: tagging the goods and selling. Guggenheimers say that when I am gone that Uncle won’t do as much as I had done. You did not do well in Imnau?

I have not written to Elise yet for lack of time. I don’t know if she is still in New York or with her brother. I will write to you soon again and more clearly. I met a young man in Philada who had been on the ship with me and who had slept in the same room. We were overjoyed. I also met the two sons of Meyer Levis from Carlsruhe, sons of Wormser’s sister, they were nothing but surprised, so one meets many people.

When Elise writes that she likes America so much then it is no wonder since she has nothing to do but to laze about, but if a girl has to serve and to work then it is still better in Germany than in America, she will experience it differently. America is nothing for ladies who are not immediately married or engaged, however, for hardworking men it is the only place in the world where you can quickly soar upwards to become a man. It is to the advantage of every young man to have been in America

then he can say that he has seen and encountered the world and knows what he has to think of people.

Thank you for the shipment, however, only the money purse has received my approval. The other things are not according to American style. I gave the shoe fashions to Guggenheimer since that will not be ridiculed.

If you write to dear Bertha send her my regards, I will also write to her as soon as I have time. Keep all the things which I write to you to yourselves. Best regards to all my relatives in Horkheim, Königsbach, Mühringen and to all who are your customers. Awaiting your letter soon

I remain your loving son and brother
Isaac Schweitzer

Also, write again to Lexington from now on, but it is not necessary to resend the earlier [letters].

Greetings from Guggenheimers and all our other relatives. It could be that Bertha Schwarz is going to come here as well but she will not like it, since Fincastle is not a place where German is spoken. She only knows a little bit of English [illegible] but it should be none of my concern.


Translated by Renate Evers


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