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Kirchheim d. 6 April 1881
Liebe theure Schwester
Schon lange möchte ich wider etwas von Euch l. wissen & doch ist das schreiben an mir aber leider sind seit letzter Zeit meine Augen schwacher geworden namentlich thut mir die helle so weh ich traue auf Gott er wird es doch nicht noch schlimmer wer= den lassen. Daß du mit deiner l. Pauline eine so große Reiße unternemen & glüklich wider heimgekommen bist mußte ich mich sehr verwundern ich hätte gedacht Euer beide Gesundheit wäre zu schwach dazu ich hätte nur bei Euch sein mögen wo ihr so allein dort waret & habt diese Land mit seinen Bewohnern kennen gelernt ich will nur wünschen daß deine l. Söhnerin inzwischen wieder gesund gewesen sei, so wie ist den Euch l. die [insertion:]weite[/insertion] Reiße bekommen Habt Ihr einen guten Winter gehabt? das solte auch freuen aber der Winter war ja bei Euch so auser= ordentlich kalt mit viel Schnee, daß die l. Julie mit Johanna wider auf ganz bei Euch l. sind ist für mich eine große beruhigung wünsch von herzen daß auch Liebe & Friden mit Ihnen eingezogen sein moge, die l Johanna wird dir eine rechte Stütze sein in deinem Hauswesen. und so habet Ihr ein
