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Transcribe Page - Robert von Xylander to Henry Villard, June 29, 1900

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Robert von Xylander to Henry Villard, June 29, 1900, p. 2 [left-hand side] and p. 3 [right-hand side] - image of

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[page 2 (sheet 2, left-hand side):]

Ich habe, ohne Namen zu nennen, mit mehreren Ärzten gesprochen, die übereinstimmend die Meinung aussprachen, es möge jedes operative Eingreifen thun= lichst vermieden werden; nur der Zunahme des Gewächses, das wahrscheinlich schon längere Zeit, vielleicht seit Jahren vorhanden gewesen sei, entgegengewirkt werden.-

Nachrichten in letzterer Beziehung, [insertion:] um [/insertion] welche ich Dich bitte, kannst Du mir vielleicht in Briefen an Emma geben, ohne daß diese erräth um was es sich handelt.-

Im Betreffe des hiesigen Rothen Kreuz Spitals hatte ich mit [roman:] Finck [/roman] ausgemacht, daß er mir die gewünschten Notizen zuschicke; bis heute habe ich dieselben noch nicht erhalten, doch bin ich aus andern Quellen unterrichtet. Das Spital hat die letzten Jahre seine Betriebsausgaben und den Bedarf für Verzinsung und Amortisation seiner Schuld [insertion:] durch eigene Einnahmen [/insertion] gedeckt; das Control. Comité hat, bei dem Bedürfniß der Vergrößerung des Spitals, ein neben= anliegendes, der Königlichen Civiliste gehöriges kleines Jagdschlößchen um c 230000 M gekauft und auf diese Kaufsumme bereits eine

[page 3 (sheet 2, right-hand side):]

Anzahlung von c. 40-50000 M.- zum größten Theil aus dem Erlös der vorjährigen Lotterie – geleistet. Es soll [insertion:] später [/insertion] ein Pavillon gebaut werden. Wie ich die von [roman:] Finck [/roman] zugesagte Mittheilung erhalte, werde ich Dir dieselbe schicken, da dieselbe jedenfalls eingehender und zuverläßiger ist, als meine Quellen; ich mußte sehr vorsichtig vorgehen, um nicht sofort Hoffnungen zu erwecken.-

Daß Du für Emmas Zukunft so liebevoll gesorgt, hat mich auf das innigste erfreut; ich bin ja der Älteste von Euch Allen, und wenn es mir zur Zeit auch ganz gut geht, muß ich doch meinen Abgang als naturgemäß stets im Auge behalten. Emma wird nach meinem Ableben, den Anspruch auf c. 3500 M Wittwenpension haben; hinzu die Zinsen ihres Kapitals, welche sich beide durch die aufge= dungene Convertirung des Pfandbrief und der Bayerischen Staatsschuld von 4% auf 3½% und durch Reduktion des Kapitals im Laufe der letzten Jahre vermindert haben; durch Deine brüderliche Fürsorge wird Emma in der Lage sein, bis zu ihrem einstigen Ende, ohne jede Sorge, fortleben zu können wie bisher, und den steigenden Anforderungen in folge ihrer Jahre, entsprechen zu können.


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