Robert von Xylander to Henry Villard, May 28, 1890, p. 2 [left-hand side] and p. 3 [right-hand side] - image of
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deren Täuschung immer mehr zu; auch daran gewöhnt man sich. Wir haben hinsichtlich der Harthörigkeit so viele Leidensgenossen, fast so viele als Altersgenossen; wenn Du uns nur im Betreffe Deiner anderen Leiden bessere Nachrichten schicken kannst!
Emma hat in folge der ganz außerordentlichen nassen Kälte viel an Gicht ausgestanden; auch Schlaflosig= keit hat sich wieder eingestellt; ich hoffe viel von der kräftigen Reuther Luft für ihre Nerven, welche doch beinah ihr Hauptübel sind. Merkwürdig wie günstig der Aufenthalt in Monte Carlo, auf ihr Befinden wirkt; die Gichterscheinungen treten sofort zurück; sie schläft dort gut, ihr Appetit ist ausgiebig so bringe ich gern die Opfer, die damit verbunden sind.
Mich hat es diesmal dort bös gepackt, wohl die ernstlichste
Attaque, die ich bis jetzt durchgemacht; kurz aber kräftig:
Jetzt habe ich mich gottlob wieder erholt; auch die
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Beine sind wieder gefestigt, Dank der hiesigen Bergparthien und des guten Appetits; eine große Erleichterung hinsichtlich der Konsequenzen meiner Er= krankung und des gebotenen verlängterten Aufenthaltes in Monte Carlo, bot mir die durch Emma veranlaßte Heran= ziehung der Hälfte Deiner gütigen Anweisung für Paris, wofür ich Dir den besten Dank sage: Auf den Besuch der Ausstellung glaubte ich für meine Person verzichten zu müssen; meine 70 Jahre tragen sich doch zu schwer für solche Strapatzen; ich hab Emma zugesprochen mit guten Bekannten dahin zu gehen; sie will aber solches nicht. -
Eine Freude war es uns, so Gutes von Deinen Lieben zu hören; hoffentlich bleibt es so! Fanny möge bei den Rodelpartien im schönen Park recht vorsichtig sein; das junge Elternpaar möge recht viel Freude an den Jungen erleben; Oswald bewundern wir ob seiner
