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Transcribe Page - Emma Hilgard (von Xylander) to Henry Villard, July 13, 1868

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[page 2, left hand side]

Es sind nun schon 2 Monate, daß Ihr uns verlaßen habt, - besonderes hat sich in dieser Zeit nicht ereignet, - von uns, u. den Dich interessirenden Bekannten will ich Dir nun das Wissenswerthe mittheilen; von Tante sage ich nichts, da ich ihr dies zu Brief nach Rosenheim schicke, - u. sie dann noch einen solchen beifügt, - der Euch genau über Ihre Person instruiren wird. - Ob Richard Euch geschrieben weiß ich nicht, - den letzten Brief von ihm, erhielt ich vor 8 Tagen, - darin er mir abermals seinen Besuch, - bis Ende dieses Monats in Aussicht stellt, - er will dann mit mir auf 14 Tage zu Tante; ich würde mich gerne über diese Aussicht freuen, wenn ich nicht fürchten müßte, - daß sie wieder ein Nichts ist, - wie seit einem halben Jahr, - Alles, was auf Richard Bezug hat, - er scheint eben doch dienstlich sehr angestrengt zu sein. -

Mein Gatte der immer sehr wohlauf ist, - hat stets viele Dienst- geschäfte, - u. bringt den größten Theil des Tages, auf dem Bureau zu; bekommt sogar in diesem Sommer gar keinen Urlaub, u. darf außer seinen Inspektionen, nicht aus München hinaus; neue Organisation, u. neues Reglement, beschäftigen die hohen Chefs ganz gewaltig, u. darunter muß der Untergebene leiden. - Ende Juni war Robert mit Gllt. v. d. Tann 8 Tage auf Inspektion in Regensburg [insertion] u. Lindau [/insertion], 2 schöne Punkte, die ihm zwar bekannt, - doch immer wieder von Neuem gefielen; im August wiederholt sich die Inspektionsreise, in die dann noch Reichenhall, Landshut, etc. fällt, - da werden sie wohl 14 Tage ausbleiben, - u. das wird Roberts

[page 3, right hand side]

einzige Sommerfrische sein. - Meine Wenigkeit hingegen, war bereits 7 Wochen von Hause fort, - u. kehrt erst am 8ten dss von einem 3 wöchentlichen Aufenthalt bei Marie Esebek in Bamberg, von wo ich Dir zuletzt schrieb, - u. einem 4 wöchentlichen bei Baron Reitzenstein, Bauer 's Schwiegersohn in Hötzing, - hierher zurück. - In Bamberg, verlebte ich mit den alten Jugendbekannten eine äußerst vergnügte Zeit, - im Hause waren wir so froh u. glücklich zusammen, u. außer demselben gab es eine Masse Zerstreuung, - u. hatte ich genügend Gelegenheit, meiner Reitpassion zu fröhnen; Die schöne Gegend um B. herum, besitzt herrliche Ritte, - bei denen mein steter Begleiter der kleine Baron Könitz war, - der Dir durch Emil von Paris aus bekannt ist. -

Am 10ten Juni verließ ich B. zugleich mit Marie u. Schulze; Erstere ging nach Paris, wo sie noch verweilt, Schulze nach Kissingen, - wo er 3 Wochen war, - u. nun seit 8 Tagen mit Frau u. Kindern am Starnberger See ist auf längere Zeit, - am Mittwoch kommen sie hierher mich besuchen u. zugleich Richard Wagner's neuste Oper "Die Meistersinger" zu hören. - Letztere, - macht sehr viel von sich reden u. alle Zeitungen sind mit Kritiken angefüllt; ich lese darüber u. lasse mir davon erzählen, - es ist mir bei der Hitze [insertion] 5 Stunden still sitzen [/insertion] u. den hohen Preisen, ein zu theures Vergnügen, - u. sie sagen Alle man kann doch nur dann Gefallen an der Oper finden, wenn man sie öfter gehört, - es herrscht eben wie in allen Wagner'schen


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