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Transcribe Page - Emma Hilgard (von Xylander) to Henry Villard, July 13, 1868

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[page 1, right hand side]

[single line, written upside down] Beiliegenden Zettel schickte Hr. Heintze [/single line, written upside down]

München d. 13/7 68.

Mein lieber Bruder!

Ich nehme wieder die Feder zur Hand, um Dir ein bischen von uns zu erzählen, da ich ja weiß, welch' lebhaftes Interesse für uns Alle Dich beseelt, - wie Du stets nach Nachrichten verlangst. - Bis diese Dich erreichen, - denke u. wünsche ich für Euch Beide daß der rechte Moment vorüber, wo Fanny einem Kinde das Leben giebt, - u. ich denke, der Brief der mir die frohe Kunde bringt, wird mit diesem kreuzen. - Die letzten Briefe von Euch, - kamen also aus Eurem, nun wenigstens für längere Zeit ständigen Wohnsitz, - wo Fanny sich äußerst glücklich u. behaglich zu fühlen scheint; Du armer Bruder, - mußtest kaum am häuslichen Herde angelangt, schon wieder eine Reise antreten, - u. ich hoffe nur daß die Geschäfte in Chicago derart [insertion] sich gestalten [/insertion], daß Euer Wunsch erfüllt wird, - Ihr in Boston könnt wohnen bleiben. - Daß Ihr durch die Seekrankheit, - so gelitten habt, - so lange auf dem Meere wart, - mehrt meine geringe Lust, Euch drüben zu besuchen durchaus nicht, - u. doch möchte ich so gerne mit eignen Augen das Land sehen, - von dem wenigstens Fanny, stets des Lobes so übervoll ist. - Doch nicht wahr, lieber Heinrich, bei uns ist es doch auch so übel nicht, - u. daß Dir drüben so manches abgeht, - was Dir in der Heimath so gut mundet, ist für uns doch eine kleine Genugthuung, u. können wir nur beklagen daß Meere uns trennen, - ein öfteres Wiedersehen, so schwer zu ermöglichen ist. -

[page 4, left hand side]

Opern, ein furchtbares Chaos darin. - In Hötzing einem sehr netten herrschaftlichen Orte, - am Beginn des bairischen Waldes, verlebte ich sehr schöne Wochen, - wir hatten superbes Wetter, - so daß wir den ganzen Tag im Freien sein konnten, - u. schöne Equipagen brachten uns, wenn wir weitere Unterhaltung verlangten zu benachbarten Familien; Reitzensteins sind so liebe gemüthliche, herzensgute Menschen, daß man nur gerne bei Ihnen weilt; sie ließen mich nur ungern scheiden, - u. nur mit dem Versprechen im nächsten Jahre wieder zu kommen. - der Landaufenthalt hat mir sehr gut gethan, ich fühle mich sehr wohl, u. allgemein findet man mich sehr gut aussehend; hier reite ich nun wieder täglich u. das ist meine größte Lust. - Von Bekannten sah ich viele hier, - so namentlich, Frida, Frau Hagemann, Bonh, Fleschuez Anns; Viele davon gehen aber noch jetzt aufs Land, da die Hitze hier groß ist; dagegen wimmelt es von Freunden, die unsere Kunstschätze bewundern, u. die Meistersinger ziehen die Leute, von Nah u. Fern, herbei. - Frida bleibt den ganzen Sommer hier, u. sehe ich sie viel; ich mußte ihr viel aus Euren Briefen vorlesen. - Die Familie Bauer ist im Bade, - so entrichtete ich gestern selbst Frau v. Schanß die ich begegnete Deinen Auftrag, - sie dankt Dir von Herzen für Deine große Güte. - Was soll mit der Hess'schen Rechnung geschehen, von der ich Dir die Abschrift schickte? Alle Bekannte fragen nach Euch, besonders auch Grf' Tattenback, der Euch ganz besonders grüßen läßt. - Doch nun ist der Stoff aus, - u. Tante wird alle weiteren Mittheilungen übernehmen. - Sei mit Fanny von uns allen besten gegrüßt, empfehle uns den Verwandten, - u. behalte uns in der Ferne lieb, Deine Emma.


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