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Transcribe Page - Emma Hilgard (von Xylander) to Henry Villard, September 4, 1865

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[page 2 (sheet 2, left-hand side):]

Dich, - u. noch viel weniger zu uns, - da wir doch an kleine bescheidene Verhältniße gewöhnt sind; für Dich lieber Bruder that es mir zwar sehr wehe, - daß Du solche Enttäuschung erfährst doch kann ich natürlich, über die ganze Sache, - mir und kein Urtheil erlauben, - da ich ja eigentlich gar nichts Possitives darüber weiß. - Es war mir aber ein wahrer Trost, - aus Deinem Briefe an Vater, zu ersehen, daß Du Dich gefaßt hast, - u. mit dem Gange der Dinge so weit ausgesöhnt bist; besser jedenfalls ein momentan tiefer Schmerz, - als ein langes Leben, - voller Pein. -

Daß wir in Gedanken viel, viel bei Dir sind, - brauche ich Dir wohl nicht zu sagen, - u. mit welcher Freude empfangen wir stets Deine Briefe. - Neulich, erhielt ich auch wieder 2 amerikanische Zeitungen von Dir zugeschickt, - mit den Abbildungen von der Hinrichtung der Mörder Lincoln's, - als ein Zeichen, daß Du meiner gedacht, - waren sie mir doppelt willkommen. -

Seitdem ich Dir von München aus zuletzt schrieb, - vergingen mir die Wochen sehr rasch u. angenehm; - ehrnach zwischen meinem Münchner, u. Kissinger Aufenthalt, - lag ein Zeitraum von 3 Wochen, - der mir hier rasch verging; - Robert holte mich in München ab, - kam am 15ten Juni dahin, - u. am 19ten kehrten wir zusammen hierher zurück; - es gab dann hier mehrfach Ausflüge in die nächste Umgebung, - 2 mal spielte in Gärten die Regimentsmusik, einen Tag war Frida Heintz von Amberg aus hier; - wo sie bei Präsident Vogt zum Besuche war. Es kam rasch der 5te Juli heran, -

[page 3 (sheet 2, right-hand side):]

an welchem Tage, Abends Vater, hier anlangte, - er war leider nicht dazu zu bringen länger als einen Tag hier zu bleiben, - so gut es ihm übrigens bei uns gefiel, - er war von unsrer neuen Wohnung ganz entzückt, - so reisten wir denn am 7ten Juli, von hier nach Würzburg, - wo wir mit Tante zusammentrafen, - u. dann nach Kissingen miteinander weiter reisten. -

An letzterem Orte, - war es dieses Jahr ziemlich langweilig, - Kissel, - der sonst unser Amusement dort war, - fehlte uns allenthalben, - Tante, ist noch immer mißstimmt, - u. war nicht dazu zu bringen neue Bekanntschaften zu machen, - ebenso wenig Vater, - dessen schwache Seite - dies, - wie Du weißt ohnedieß nicht ist. - So suchte ich mich denn auf meine Art so gut es ging zu unterhalten, - u. lernte mitunter auch recht nette Menschen kennen. -

Da ich meistens der Cur lebte, - tüchtig Ragotzy trank u. kalte Wellenbäder nahm, - was mir auch sehr gut that, - so nahm dies auch schon viel Zeit in Anspruch, - dann hatte ich doch auch viele Briefe zu schreiben, - mancherlei zu arbeiten, - so daß mir die Zeit nie lang wurde, - dabei war es mir sehr angenehm viel um Tante zu sein, - u. ich meine mein Umgang, müßte doch auch etwas erheiternd auf sie gewirkt haben. - Bekannte von Dir, - waren außer Rittmeister v. Horn aus Speier, - u. dem Posthalter Lamarche aus Blieskastel, - keine da, - u. mein näherer Umgang, - waren 2 junge Damen aus Bamberg, - die ich schon flüchtig kannte, - u. einige Familien aus Köln, - die ich an der tâble d'hôte kennen lernte. - Nach Kissingen, - hatte Rußland, - u. Preußen, - dieses


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