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Transcribe Page - Emma Hilgard (von Xylander) to Henry Villard, September 4, 1865

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[page 1 (sheet 1, right-hand side):]

Nürnberg den 4/9 [insertion] September [/insertion] 65.

Mein lieber Bruder!

Gestern, erhielt ich durch Vater, Deinen letzten Brief an ihn zugeschickt, - u. da ich leider daraus ersah, - daß Deine Rückkehr zu uns, - sich länger hinauszieht, - als wir es geglaubt, - so bleibt mir denn nichts anderes übrig, - als mich wieder schriftlich mit Dir zu unterhalten, - u. ich benutze gleich den ersten Tag dazu, - denn es war mir schon längst peinlich, - daß ich Dir nicht schreiben konnte, - fürchtete, - Du mögtest mich für eine recht gleichgültige Schwester halten, - u. doch konnte ich Dir nicht früher schreiben, - da ich nicht wußte wohin meine Zeilen senden, - da keiner Deiner vorher- gegangenen Briefe, uns eine Adresse angab, - u. wir natürlich daraus den Schluß zogen, - Du kehrtest bald zu uns zurück. -

Daß dieses nicht der Fall, - thut mir zwar sehr leid, - wenn es aber zu deinem eignen Besten ist, - Du, so großen Vortheil daraus ziehst, - u. dann für Jahre, - bei uns bleiben kannst, - so füge ich mich gerne in das Unabänderliche, - u. hoffe nur, - daß Du uns durch häufige Nachrichten von Dir, - von der Sorge um Dich befreist. - Was das Verhältniß zu Frl. Upton betrifft, - so waren wir allerdings über die plötzliche Lösung desselben sehr überrascht; zwar, - ich gestehe es Dir offen, - nicht unangenehm, - denn was Du so von ihr erzähltest, - der Ausdruck ihres Gesichtes den ihre Photographien uns zeigten, - brachte uns auch den Glauben, - sie passe nicht recht für

[page 4 (sheet 1, left-hand side]

Jahr die meisten Leute geschickt, dann sah man auch Franzosen, Spanier, Amerikaner etc; kurz so ein Badeleben, - ist für einige Wochen ganz amüsant, - man kann da förmlich Länderstudien machen. - Recht getrübt, - wurden die letzten 8 Tage meines dortigen Aufenthaltes, - durch die Nachricht von 2 plötzlichen Tode der Frau meines Schwagers Oscar Xylander in Eichstädt, - ich glaube Du hast ihn in München gesehen; - die nette 23 jährige Frau hatte mit ihrem Manne u. Bekannten, - eine Landparthie gemacht, - als plötzlich ein Gewittersturm los brach, - sie wollten sich in ein Haus flüchten, - als plötzlich eine schlecht befestigte Dachrinne herunter stürzte, - u. meiner armen Schwägerin auf den Kopf fallend, diese niederschlug, - so daß sie augenblicklich daß Bewußtsein verlor, - u. 14 Stunden darauf, war sie eine Leiche. - Du kannst Dir den Jammer ihre Mannes denken; - statt [insertion:] daß [/insertion] Robert mich nun in Kissingen abholen konnte, - mußte er zur Beerdigung nach Eichstädt - u. brachte dort einige sehr schmerzliche Tage zu. -

Nach Beendigung unsrer Cur, - reisten Vater, Tante u. ich am 5ten August, - wieder von Kissingen ab, - Tante direkt nach Speier, - ich hierher, - Vater ließ sich nicht hier festhalten es zog ihn zu sehr nach seiner gewohnten Lebensweise, - u. so kam er schon am 5ten Abends wieder zu Hause an. -

Gottlob, - hat seine Junggesellenwirthschaft nun bald ein Ende, - für mich eine große Beruhigung, - u. ich glaube so wohl er wie Tante, - werden [insertion:] nur [/insertion] mehr gewinnen, durch das Zusammenleben. - den letzten Nachrichten zu Folge, - gehen Tantens Möbel, - morgen von Speier, nach München ab, - u. sie u. Richard, - der ihr beim Umzuge behülflich war, - treffen bis zum 8ten


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