Emma von Xylander to Henry Villard, August 25, 1866, page 1 [right-hand side] and page 4 [left-hand side] - image of
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[page 1 (sheet 1, right-hand side):]
München d. 25/8. 66. Morgens 10 Uhr.
Lieber Heinrich!
Vor einer Woche kam Dein Brief an Vater bei uns an, - u. da derselbe schwer zum Schreiben zu bringen ist, - nehme ich die Feder zur Hand, um Dich über meinen [insertion:] u. [/insertion] Robert's Aufenthalt aufzuklären. - Wie Du aus der Überschrift ersiehst, bin ich noch immer hier, - u. war nur in voriger Woche einige Tage mit Robert zusammen in Ansbach, - u. einen Tag in Nürnberg um mich dort nach meiner verlaßenen Wohnung umzusehen, - wo ich jedoch zu meiner großen Beruhigung Alles in schönster Ordnung fand, u. frei von Einquartirung war. -
Mit Robert verlebte ich so vergnügte Tage als es unter den obwaltenden Verhältnißen möglich; die Stimmung der Offiziere ist nicht sehr gedrückt, - u. sie sind alle dieses zwecklose Herumsitzen müde. - In der letzten Woche, ist Robert mit seiner Division, - von Ansbach, über Pleinfeld, u. Eichstätt nach Ingolstadt gezogen; dort sollte dieselbe bleiben, -
[page 4 (sheet 1, left-hand side):]
spüren.
Wenn Du Deiner Frau schreibst, - grüße sie von mir; besuchst Du sie nicht bald? Sie hat gewiß Heimweh nach Dir. -
Herzlichen Gruß von Vater u. Deiner treuen Emma
