Alfred Hilgard to Henry Villard, October 18, 1899, page 1 [right-hand side] and page 4 [left-hand side] - image of
« previous page | next page » |
To rotate image, first hold down Alt and Shift keys, then drag with mouse or trackpad (Safari, Chrome & Edge only).
Current Page Transcription
[page 1, right-hand side of sheet 1:]
Heidelberg, 18/10 1899.
Verehrtester Vetter,
Deine (diktierten) Zeilen vom 4/10 habe ich vorgestern erhalten, und gestern sind mir durch Merck, Finck & Co. in München 400 Mark zu= gesandt worden. Herzlichen Dank für beides, zugleich mit der Hoffnung und dem Wunsche, daß diese Zeilen Dich wieder in vollem Wohl= sein antreffen. Die Auslagen, die ich gehabt, waren nicht sonderlich groß: die Tage in Kreuz= nach u. Rheinhessen 61 M., der Druck der Skizze M. 35, die lithographische Vervielfältigung des Stammbaums wird etwa 110 M. Kosten, so daß also mit dem Überschuß dessen, was Du mir zugesandt, auch meine persönliche Bemühung reichlich vergütet ist, zumal da die Arbeit mir
[page 4, left-hand side of sheet 1:]
Familie so wenig gut zu sprechen gewesen zu sein, daß über 20 Jahre lang trotz der Nähe zwischen den Freinsheimern und uns gar kein Ver= kehr Bestand. - Meine Mutter hat ein paar sehr angenehme Wochen in Wiesbaden verlebt, wo auch mein Bruder Felix gleichzeitig seinen Urlaub ver= brachte. Sie hat von der Familie von Hedwig Lochmanns Bräutigam einen trotz der kleinen Verhältnisse sehr guten Eindruck gewonnen, aber doch hätte ich dem gescheuten, liebenswürdigen & hübschen Mädchen eine etwas andere Partie ge= wünscht als einen, wenn auch noch so vortrefflichen Volksschullehrer, zumal sie damit ihre eigene verhältnismäßig gute Stellung als Lehrerin auf= giebt. - Meine Meta, deren Befinden leider stark zu wünschen übrig läßt, empfiehlt sich Dir und Deiner liebenswürdigen Gattin bestens, ebenso wie Dein ergebenster Alfred Hilgard.
