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Heidelberg, 30/8 1899.
Verehrtester Vetter,
Anbei sende ich Dir unter Kreuzband vorläu= fig ein Exemplar der Skizze des ältern Theiles un= derer Familiengeschichte. Ob ich Deine Absicht, die Du mir in Deinem Briefe vom 15/6 angedeutet, richtig verstanden, weiß ich freilich nicht; wenn aber das über= sandte Deinen Wünschen nicht entspricht, so ist der Schaden auch nicht groß, falls die Exemplare in den Papierkorb wandern.
Ärgerlich ist mir, daß nicht zu ermitteln war, wo Jakob Hilgard 1752 geboren, und wo sein Vater vor seinem Amtsantritt in Bosenheim war. Mein jüngster 4= tägiger Streifzug in Rheinhessen war in dieser Hin= sicht ganz vergeblich: die verschiedenen Spuren täusch= ten alle; auch die umfangreiche deswegen mit den ver= schiedensten Pfarrämtern geführte Correspondenz war
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ersterer fertig ist. Ich darf ja wohl annehmen, daß
Du die Absicht hast, diese Gabe dann allen Mitglie=
dern der Familie zu dedicieren. Ich bitte mir daher ei=
ne Notiz darüber aus, ob ich die sämtlichen Exemplare
an Dich senden, oder einen Teil derselben von hier aus
verschicken soll, etwa mit ein paar begleitenden Worten
von Dir, die dann auf ein beigelegtes Blatt gedruckt
würden. Ich k würde Dir dann, nach Familiengruppen
geordnet, ein Verzeichnis derjenigen zugehen lassen, an
die von mir aus die Versendung erfolgt.
Mit Anlegung eines ausgeführten, bis auf die Gegenwart reichenden Stammbaums habe ich den mir gegebenen Auftrag allerdings überschritten. Aber der erwuchs sozu= sagen fast naturgemäß aus dem Bestreben, mir klar zu machen, wer denn eigentlich von den Abkömmlinge aus dem Mannheimer Pfarrhaus noch auf Erden weilt. Von der z. T. fast unheimlichen Menge der Kindeskinder, die sich da entpuppte, bin ich allerdings überrascht gewesen.
Mit der Bitte, meine Gattin und mich der liebenswürdigen Frau Fanny bestens zu empfehlen, und herzlichen Gruß
Dein Alfred Hilgard.
