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Mann findent im allgemeinen [strikethrough:] keinen [/strikethrough] kein großes verlangen nach dem
Worte Gottes, die Katolische Französische Regirung aber auch sicherlich die Ungläubigen
Landes Pfarrherrn den deren gibts nicht wenige hier; haben viel damit zu
thun, die Leute sind wie abgestumpft fürs gute, doch gibt’s auch redliche Seelen
hier, die Gott dienen wollen, wir haben ein kleines Missions Gemeinlein
hier von etliche Siebenzig Glieder, auch werden unsere Gottesdienste gut
besucht sonderlich von den [underline:] Frauen [/underline], welche hir schon zu unsers Heilandes
Zeiten die Treuesten waren, und unterm Kreuz standen als die Männer
geflohen waren, auch die Ersten am Grabe Jesu, etliche durften wir schon
in unsere Gemeinschaft aufnehmen seit dem wir hier sind welche recht ernstlich
sind in der ausschaffung ihres Seelenheils, worunter ein versprechenter Junger
Mann ist, Mann hatt hier aber mit viel schwirigkeiten zu käm=
pfen von denen mann in Amerika nichts weis, doch ists ein großer Trost
zu wissen das so viele l geschwister über den Ocean in der Heimath
für uns Beten o welch ein Trost. Unsere Anna geht nun in die Schule
in einer Diocannissen Anstallt sie lernt Deutsch und Französisch auch
allerlei Handarbeiten daselbst, dan auch noch Music Stunden, dießes
Alles nimmt ihre ganze Zeit in anspruch. Nun werdet ihr wohl noch
fragen wie gefällt es euch den wohl in Deutschland ? wir sind hier
um Jesu willen um für Ihn zu Arbeiten und zu wirken auch zu
Leiden, [strikethrough:] t [/strikethrough] verlorene und verirrte zu suchen und den Theuren Bluts=
Bräutigan zu zuführen. Es mag Fleisch und Blut in allen Übel oder
wohlgefallen, das Heimweh klopfte schon heftig bei uns [insertion:] an [/insertion] und warum
sollte es nicht, gibts ja nun ein, freies, Amerika. Doch indem allen
überwinden wir weit durch dem der uns mächtig macht Christus.
Wie gehts den wohl bei euch ihr lieben, nach Leibe und Seele, in Herz
und Haus und in der Kirche auch die l Pauline wie gehts bei ihr, und
wie kommt die Schw. und Johanna an, Grüst sie [insertion:] alle [/insertion] herzlich von uns
Grüßet auch die liebe Halene Stürmer und ihre Mutter, ich werde
so bald als thunlich ihr schreiben, meine Zeit ist hier sehr in anspruch
genommen, es [insertion:] gibt [/insertion] viel zu thun für Jesum, Grüße mir auch die Schw. Friedrichs
und Familie. auch [roman:] Mrs. Benford [/roman] wenn du sie gelegentlich siehst. mein
mangelhaftes schreiben wirst du wohl entschuldigen, habe es ja nicht in
der Schule gelent, auch wurde ich oft wärent dem schreiben gestört.
Wir grüßen euch alle Herzlich auch dem l Alexander,
wünschen euch Gottes reichen Segen, in der erwartung bald von
euch zu hören
Verbleiben wir eure Euch liebenten Geschwister
H. P. u A Hintze.
Adreße
Prediger H. Hintze
19 Metzgergiessen
Straßburg
Elsas
[roman:] Germany [/roman]
