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Liebe Lotte! nun ist es der zweite Advent gewor
den bis ich zum schluß des Briefes komme. - -
was mich in Deinem l. Brief am allerbesten freuthe
ist die liebliche Aussicht auf ein frohes Widersehen
den nächsten Sommer gebe Gott daß es wahr
werde [illegible 4 words] wir wüßten beide
nicht wo anfangen & aufhören zu erzählen
und die l. Pauline hatte eine grose Freude an
unserer Johanna, ich bin recht begirig das gute
Kind zu sehen und meine es könnte Ihr in unser[m]
Lande geholfen werden den die ärtztliche Wissen=
schaft hatt in neuster Zeit die großten Fort=
schritte gemacht daß Ihr Eltern Euch zur höch=
sten angelegenheit machet die Leiden der guten
Kinder taglich im Gebet vor dem l. Gott zu
bringen ist zwar das allerbeste was Ihr thun
könnt aber der Herr gebraucht Menschen zu als
Werkzeugen zur Ausführung seines willens.
[a]ufschiben würde ich es nicht mehr jetzt ist
sie noch im besten wachsen ich denke sie wird
jetzt 12 Jahre sein für Alexander wäre diese
Reiße gewiß in bezihung auf seine Ausbildung
von großen Nutzen, mir mußt du nur es
6 Wochen vorher schreiben damit wir
Euch ordentlich Logiren können, in Kirch=
heim ist seit zwei Jahren eine große Maschinen
Fabrick welche 300 bis 400 Menschen beschäfti
get dieß in allem Dach & Fach haben da hatt
man gelegenheit jedes etw[a]ige Zimmer auch
das kleinste anzubringen in folge davon
sind die Lebensmittel sehr gestiegen,
denke ein Ei kostet wirklich 2 ½ x auch die
Fleischpreise sind sehr hoch und das Schuh
werk kostet das doppelte was vor 10 und
15 Jahren die Speyerischen sind so zimlich
noch im alten Preis.
Meine Kinder haben bis Lichtmeß Wohnungs=
wechsel, das frühere Töchterinstitut ist von
den Herren der Maschinenfabrick zu Arbeiter=
