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Transcribe Page - Johann Holl [?] to Johann Georg Holl, May 22, 1870

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Johann Holl [?] to Johann Georg Holl, May 22, 1870, p. 2 - image of

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[page 2:] Es war wichtiger wohl ein unvergeßlicher Tag für uns, als wir im Bahnhof standen und dich geliebter Sohn und Bruder von uns mußten scheiden sehen, wie du ver- lassen hast die Heimath, deine Eltern, Geschwister, Kameraden Verwandten und Bekannten, wie manches fühlbare Herz den weinenden Auge nicht wiederstehen konnte [sic]. Wie muß es auch für Dich gewesen für sein solltest Du es vergessen können? gewiß [sic] nicht. Hast Du nicht Be- weise der Liebe zu dir genug gehabt, ehe du abgeschieden bist von Kameraden, Verwandten und Bekannten; ja heute bist du von den meisten noch nicht vergessen; denn die Ankunft deines Briefes war für viele eine Freude, daß du doch glücklich auf deiner Reise gewesen und jetzt wieder am Land bist. An wenigsten wirst du auch ver- gessen werden von unsern Nachbarn Linnhardt samt seiner Familie, denn deine Nachricht (daß du auch in der Ferne ihrer gedacht hast) manche Thränen verursachte. Unter vielen Grüßen wünschen Sie dir viel Glück und Gesundheit und daß du Sie in der Ferne nicht vergessen werdest und nicht aufhörest Sie zu lieben, so wohl auch Sie dich nicht vergessen und dich destomehr lieben werden. Von unserer Heimath können wir dir nicht viel be- nachrichtigen. Am 8ten Mai sind auch mehrere ausge- wandert und zwar: Simon Ros[t] mit Frau und Kind, Joh. Georg Humel und Friedrich Wittenbeck, welche aber in Hamburg eingeschifft worden sind. Wir bezweifeln auch ob ihr es wißt, wie es mit Joh. Georg Hübner den Gutman und Adam Körber gegangen ist. Sie sind nämlich mit zwei Englischen auf einem Kahn gefahren, welcher umstürzte und blos ein Englischer und Adam Körber nachdem er halberfroren war gerettet wurde jetzt aber wieder gesund worden und sich in Cumperland [sic] aufhält, welches keine gute Gegend sein soll. Weitere Begebenheiten haben sich nicht zugetragen, wie es im Haushalten und mit der Arbeit steht weißt du schon; denn es ist immer noch beim Alten . In den Brief des Johann Schmidt haben wir gesehen, daß Ihr in Arbeit getretten [sic] seit [sic], aber nicht was sie ist, theile es und deßhalb in einer weiteren Nachricht mit. Thue uns auch zu wißen, wie es auf den Schiff mit der Kost und dem Bett geweßen ist, ob Du deinen Strohsack, Bolzter [sic] und Kiß [sic] hast benutzen können oder nicht, weil du uns benachrichtigt hast daß Du Dich nach einem Bett sehnest. Laß es Dir keine Mühe sein uns mit einem Briefe zu erfreuen und höre nicht auf die Deinigen zu lieben senn die Nachrichten von Euch haben uns sehr b erfreut. Die Mutter, welche bis jetzt sehr


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